Zurück ins Mittelalter – Kotor in Montenegro

Zu einer meiner Lieblingsziele gehört die Handels- und Hafenstadt Kotor in Montenegro. Leider hatte ich nur drei Stunden Zeit dieses schöne Städtchen, das 1979 in das UNESCO-Weltkultur- und Naturerbe aufgenommen wurde, zu erkunden. Das Wetter war traumhaft, die Sonne schien und der Anblick auf die Bucht Kotors raubte mir den Atem. Ich war sofort verliebt und startete vom Hafen aus zu Fuß meine Entdeckungstour in die Altstadt von Kotor. Nach ein paar Gehminuten erreichte ich die Altstadt und fühlte mich durch die vielen historischen Gebäude und die beeindruckende 4,5 Kilometer lange Stadtmauer ins Mittelalter zurückversetzt. Die imposanten Stadtmauern erkundete ich bei einem 60-minütigen Spaziergang über die historische Befestigungsanlage und war sehr beeindruckt. Der mittelalterliche Flair Kotors hatte etwas Magisches. Ich bummelte durch das Städtchen mit seinen vielen kleinen, verwinkelten Gassen und kam zur Kirche Sveti Luka. Sie stammt aus dem 14. Jahrhundert und direkt neben ihr befindet sich die Kirche Sveti Nikola mit ihren zwei Kuppeltürmen, die erst im Jahr 1909 vollendet wurde. Sie ist dem Heiligen Nikolaus, dem Schutzpatron der Seefahrer geweiht. Hinter dem Haupttor der Stadtmauern erreichte ich das Zentrum Kotors, der Waffenplatz. Hier befindet sich eine dreistöckige Renaissance-Turmuhr. Sie wurde 160 vom venezianischen Verwaltungsgeneral Antonio Grimaldi erbaut. Meine nächste Station ist das Palata Pima, ein wunderschöner Platz, der im 14. Jahrhundert von der Pima-Familie, einer der bedeutendsten Familien Kotors im 14. bis 18. Jahrhundert, erbaut wurde. Bei dem Bau wurden ausschließlich teure Steine von der kroatischen Insel Korčula verwendet. Es gibt in Kotor viel zu entdecken wie die wunderschöne Kathedrale der Heiligen Tryphon mit ihren beiden imposanten Glockentürmen. Sie wurde 1166 errichtet und dient als Bischofssitz. Ein Seefahrts- und Meeresmuseum findet sich im Palata Grgurina, dem einzigen Palazzo Kotors. Doch aus Zeitmangel bleibt keine Zeit für einen Museumsbesuch. Ich bin nach so vielen Eindrücken überwältigt von diesem wunderschönen Städtchen, das fast zwei Erdbeben im Jahre 1979 zum Opfer gefallen wäre. Es ist für mich ein echtes Weltkultur- und Naturerbe mit seinen historischen Bauten und der spektakulären Landschaft. In der Altstadt gibt es viele Geschäfte, Restaurants und Bars und so gönne ich mir im Old Town Pub ein heimisches Bier, bevor meine Erkundungstour weitergeht. Nach kurzer Rast geht es mit flinken Füßen an einem kleinen heimischen Markt vorbei. Hier gibt es regionale Produkte zu kaufen. Unweit von der Altstadt entfernt befindet sich ein kleines Einkaufszentrum, das Shopping Center Kamelija. Hier gibt es kleine Auswahl an Modegeschäften und einen Supermarkt. Ich fand das Einkaufszentrum klein, aber fein. 🙂 Nach kurzer Stippvisite ging es zurück auf den Dampfer, denn die Abfahrt stand an. Ich hätte noch gern sehr viel mehr Zeit in Kotor verbracht, denn die paar Stunden in dieser mittelalterlichen Stadt waren traumhaft schön. Viel Spaß mit meinen Fotos vom historischen Städtchen bei strahlendem Sonnenschein und tiefblauen Meer.

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