Glasgow – von der Stadt mit der höchsten Kriminalität zur freundlichsten Stadt Schottlands

Mein Besuch der schottischen Hafenstadt fiel regelrecht ins Wasser. Denn es regnete in Strömen. Davon ließ ich mich aber nicht beirren und begab mich auf Erkundungstour durch Glasgow. Glasgow ist mit ihren fast 600.000 Einwohnern die zweitgrößte Stadt Schottlands. Der Name Glasgow stammt übrigens aus dem Gälischen und bedeutet „lieber grüner Ort“. Es gibt zwar in Glasgow über 90 Parkanlagen. Doch leider galt die Stadt Glasgow aufgrund ihrer hohen Kriminalität in den 90er Jahren als die „Mörderstadt Westeuropas“. Um diesen negativen Image Glasgows entgegen zu wirken, wurde von der Glasgower Stadtverwaltung die Kampagne „People make Glasgow“ ins Leben gerufen. Die Kampagne „Menschen machen Glasgow aus“ funktionierte so gut, dass Glasgow 2014 vom Verlag Rough Guides mit dem Titel „Freundlichste Großstadt“ gekürt wurde. Mit Regenschirm in der Hand begab ich mich zum Kunstmuseum, der „Gallery of Modern Art“. Das Kunstmuseum liegt direkt im Zentrum und beeindruckte mich durch seine acht imposanten Säulen. Vor dem Kunstmuseum steht die Statue des Duke of Wellington, witzig dekoriert mit einem Verkehrshütchen. Ich bin begeistert von den vielen Architekturstilen, die ich in Glasgow erblicke. Hier finden sich Gebäude aus dem 17. und 20. Jahrhundert im viktorianischen und im Jugendstil genauso wie Bauwerke aus der Moderne. Das Beste daran, alle Stile sind kunterbunt durcheinander gewürfelt. Ebenso schön ist das Rathaus von Glasgow, auch „Glasgow City Chambers“ genannt. Ich fühle mich wirklich wohl und spüre nichts mehr vom damals negativen Image Glasgows. Die Straßen in der Innenstadt sind trotz Regen gefüllt und Kinder machen zusammen mit Straßenkünstlern riesige Seifenblasen. Für mich ist Glasgow mit seinen vielen Geschäften und Einkaufszentren in der Innenstadt ein wahres Shoppingpardies. Besonders schön ist die Buchanan Street mit gleich zwei großen Einkaufszentren. Mein Herz geht auf und ich gönne mir eine kleine Pizza als Stärkung, bevor es zur „St. Mungo´s Cathedral“, die im 13. und 15. Jahrhundert im gotischen Stil entstanden ist, geht. In ihr befindet sich auch die „High School of Glasgow“, der ältesten Schule Schottlands. Neben der Kathedrale östlich auf einem Hügel befindet sich der „Necropolis“, ein viktorianischer Friedhof, auch Stadt der Toten genannt, in ihm sind 50.000 ehemalige Bürger begraben. Zu den Botanischen Gärten Glasgows, einer Parkanlage mit zahlreichen Gewächshäusern und dem Glasgow Green, Glasgows ältestem Park, der 1898 eröffnet wurde, schaffte ich es leider nicht mehr. Mein kurzer Aufenthalt in der quirligen Stadt Glasgow neigte sich leider dem Ende zu. Trotz heftiger Regenschauer hat mir Glasgow sehr gut gefallen. Glasgow bietet für jeden Geschmack etwas: Kunst, Kultur, Technik, Natur und wer darauf keine Lust hat, der gönnt sich entweder ein Glas Whisky in der im Jahr 2017 neu eröffneten „The Clydeside Distillery“ oder geht ausgiebig in Glasgows Innenstadt shoppen. 🙂 In diesem Sinne viel Freude mit meinen Fotos von der interessanten schottischen Hafenstadt Glasgow.

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