Der Bamberger Dom auf dem Domberg: deutscher Kaiserdom des Weltkulturerbes Bamberger Altstadt

Isabella Mueller @isabella_muenchen

Der Bamberger Dom thront auf dem Domberg des Weltkulturerbes Bamberger Altstadt. Ich besichtigte dieses imposante Bauwerk während meines Bamberg-Aufenthalts. Die Bischofskirche als Krone des Domberges mit ihren vier Türmen geht auf die Gründung des Bistums Bamberg im Jahr 1007 durch Kaiser Heinrich II. und seine Gemahlin Kunigunde zurück. Bereits 1012 konnte der doppelchörige Dom von mehr als 30 Bischöfen geweiht werden. Nach zwei Bränden erfolgte ab dem späten 12. Jahrhundert vor allem unter Bischof Ekbert von Andechs-Meranien der heutige spätromanisch-frühgotische Neubau des Domes, der 1237 geweiht werden konnte. Seinen reichen Figurenschmuck von europäischem Rang schufen französische Bildhauer, darunter die „Ecclesia“ und die „Synagoge vom Fürstenportal“ und der berühmte „Bamberger Reiter“, aber auch das „Grabmal Papst Clemens II. im Westchor“, das einzige Papstgrab nördlich der Alpen. Ich betrat dieses architektonische Meisterwerk und bestaunte den fein geschnitzten Marienaltar des Nürnberger Bildhauers Veit Stoß aus der Spätgotik. Auch das Grab des einzigen heilig gesprochenen Kaiserpaars des Heiligen Römischen Reichs, Heinrich II. und dessen Frau Kunigunde, konnte ich im Dom in Augenschein nehmen. Der Bamberger Dom St. Peter und St. Georg gehört zu den großen Kulturgütern des deutschen Mittelalters. Ich war fasziniert von den zahlreichen Kunstschätzen, die sich mir im Dom offenbarten. Besonders beeindruckte mich der Bamberger Reiter, auch Domreiter genannt, der eine der Hauptattraktionen des Kaiserdoms ist. Er befindet sich auf einer Konsole am Nordpfeiler des Georgenchors und gehört zu den kulturellen Höhepunkten der späten Stauferzeit. Der 1000-jährige Dom St. Peter und St. Georg imponierte mir mit seiner Architektur und den einzigartigen Kunstwerken. 
Im Jahr 1993 wurde die Bamberger Altstadt in das UNESCO- Weltkulturerbe aufgenommen. In der Nachbarschaft des Doms steht das Renaissancebauwerk „Neue Residenz“. Die Neue Residenz diente bis 1802 als Sitz der Bamberger Fürstbischöfe. Die über 40 Prunkräume sind unter anderem mit Stuckdecken, Möbeln und Wirkteppichen des 17. und 18. Jahrhunderts ausgestattet. Besonders sehenswert sind der von Melchior Steidl freskierte Kaisersaal, die Kurfürstenzimmer und das fürstbischöfliche Appartement. Die „Altdeutsche Galerie“ und die „Barockgalerie“ beherbergen bedeutende Werke der Bayrischen Staatsgemäldesammlungen. Auch die Staatsbibliothek befindet sich in den Räumlichkeiten der Neuen Residenz. Die Staatsbibliothek hütet über 1000 mittelalterliche Handschriften, von denen 165 noch auf den Bistumsgründer Heinrich II. zurückgehen. Zwei Miniaturhandschriften der Klosterinsel Reichenau, darunter die Bamberger Apokalypse, gehören zum UNESCO-Weltdokumentenerbe. In der ehemaligen fürstbischöflichen Residenz Bamberg sind Meisterwerke der Spätgotik und des Barocks aus den Beständen des Freistaates Bayern und der Stadt Bamberg ausgestellt. Ein herausragendes Werk ist die Sintflut von Hans Baldung Grien. Einen schönen Blick über Bamberg bietet der Rosengarten im Innenhof der Residenz. Sehr sehenswert ist auch das Diözesanmuseum, das in Kapitelhaus und Kreuzgang des Domes beheimatet ist. Das Diözesanmuseum Bamberg ist aus der Domschatzkammer des Bamberger Doms hervorgegangen. Das berühmteste Exponat ist der so genannte Sternenmantel Heinrichs II. , den der Kaiser von dem apulischen Fürsten Ismahel als Geschenk erhalten hat. Auch beherbergt es das einzige erhaltene Papstornat des Hochmittelalters. Hinzu kommen Werke der Schatzkunst aus dem 8. bis 20. Jahrhundert, die Originalfiguren vom Fürsten- und vom Adamsportal des Domes sowie Zeugnisse der Volksfrömmigkeit. Das Museum veranstaltet regelmäßig Sonderausstellungen zu vielfältigen Themen, darunter auch zu zeitgenössischer Kunst. Ich war sehr beeindruckt von dem Kaiserdom und den Bauwerken auf dem Domplatz. Nach langer Besichtigung begab ich mich wieder vom Domberg hinab in die Altstadt. Ich hatte Meisterwerke des Mittelalters bewundert und ein Stück Geschichte Bambergs hautnah erlebt. In diesem Sinne viel Freude mit meinen Fotos vom Bamberger Dom St. Georg und St. Peter, dem Domplatz und der Neuen Residenz.

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