Das Riquethaus: Kolonialwarengeschäft und Traditionscafé mit exotischer Jugendstilfassade und Elefantenköpfen

Isabella Müller Leipzig @isabella_muenchen

Eine wunderschöne Sehenswürdigkeit in der Leipziger Innenstadt, die zugleich noch eines meiner Lieblingscafés der Stadt beherbergt, ist das Riquethaus. Dieses prächtige Gebäude mit seinen markanten Elefantenköpfen über dem Eingang des heutigen Wiener Stadtcafés, die das Markenzeichen der ehemaligen Firma „Riquet & Co. AG“ waren, wurde von 1908 bis 1909 als Messe- und Geschäftshaus nach den Entwürfen des Architekten Paul Lange errichtet. Die Geschichte des Hauses beginnt mit der Gründung eines Kolonialwarengeschäfts von dem Franzosen Jean George Riquet am 15. November 1745, das Waren wie Kaffee, Tee, Gewürze und Kakao verkaufte. Heute beherbergt das Riquethaus ein traditionsreiches Kaffeehaus, das von 1994 bis 1995 von dem Architekten Knut Bienhaus rekonstruiert und restauriert wurde. Der denkmalgeschützte Innenraum erstrahlt seitdem wieder in seiner vollen Schönheit. Das Riquethaus mit seinen Elefantenköpfen hat auf seinem Dachstuhl eine chinesische Pagode, auch hier wird der Mix aus Jugendstilelementen und chinesischer Architektur verdeutlicht. Denn das Gebäude verweist mit seiner extravaganten Fassade aus Jugendstilmosaiken gepaart mit exotischem Flair auf die koloniale Handelstradition des Hauses. Schon der berühmte Johann Wolfgang von Goethe soll Kunde im Kolonialwarengeschäft gewesen sein und dort besonders gern die eigen hergestellte Schokolade gekauft haben. Das Riquethaus mit seinem Café ist heute eine beliebte Adresse, wenn es darum geht im wunderschönen Jugendstilambiente eine Leipziger Lerche zusammen mit einem Elefantencafé zu genießen, das ich dort liebend gern tue. Euch wünsche ich viel Freude mit meinen Fotos dieser Leipziger Institution. 🙂

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