Der heimtückische Doppelmord

Isabella Mueller @isabella_muenchen Freiburg

Ein Doppelmord, der aus einem Groschenroman hätte entsprungen sein können, ereignete sich am 3. November 1923 im Kurort Saig bei Neustadt. Dort lebten im malerischen Bauernhaus auf einer Bergwiese am Hang des Hochfirst, einem bewaldeten Berg, das Landwirtehepaar Köpfer. Da das idyllische Fleckchen Erde immer viele Ausflügler anlockte, hatte der 62 Jahre alte Wilhelm Köpfer dort einen Verkaufsstand mit Ansichtskarten eingerichtet, was zusätzliches Geld in die Haushaltskasse spielte. Wie der Zufall es wollte, machte auch der 23 Jahre alte Karl Friedrich Hundertpfund, der in Hinterzarten als Holzschnitzer arbeitete, zusammen mit seiner zukünftigen Braut, der 20 Jahre alten Rosa Kirchner und seiner Mutter, einen Ausflug dorthin. Als er den wunderschönen Hof erblickte, kam ihm sofort in den Sinn, hier seinen eigenen Holzschnitzladen zu eröffnen. Voller Enthusiasmus fragte er Wilhelm Köpfer, ob dieser ihm nach seiner Heirat eine Wohnung und einen Laden vermieten würde. Doch Wilhelm Köpfer wollte davon nichts wissen. Er konnte nicht ahnen, dass dies sein Todesurteil bedeuten würde. Der junge Hundertpfund war besessen von der Idee, nicht nur seinen eigenen Laden dort zu eröffnen, sondern dort auch zu wohnen. Darum schlich er am 3. November 1923 nachts auf den Hof und versteckte sich im Stall. Als Wilhelm Köpfer sein Vieh füttern wollte, brachte er zuerst ihn und anschließend seine Ehefrau und den Hund um. Danach verscharrte er die Leichen in einer Grube hinter dem Haus. Am nächsten Morgen meldete er sich dreist bei der Gemeinde Saig als neuer Pächter des Anwesens der Köpfers an, die wegen Erbangelegenheiten nach Endingen gereist waren. Danach erkundigte er sich beim Bürgermeister nach den notwendigen Dokumenten, damit er seine Rosa heiraten konnte. Hundertpfund war so überzeugend, dass weder der Bürgermeister noch die Polizei Verdacht schöpften. Seit Mitte November lebte nun Hundertpfund zusammen mit seiner Verlobten und deren Freundin auf dem Hof der Köpfers. Doch die Angst, dass jemand die Leichen entdecken könnte, plagte Hundertpfund von Tag zu Tag mehr. Deshalb floh er am 20. November bei Karlsruhe über den Rhein. Da seine Flucht nicht unbemerkt blieb, wurde das Anwesen durchsucht und natürlich wurden dabei die Leichen gefunden. Hundertpfund nach dem in einer Großaktion gesucht wurde, hatte sich unter falschen Namen bei der Fremdenlegion in Metz anwerben lassen, wo er über Marseille in die nordafrikanische Garnison Sidi bel Abbés kam. Dort diente er bis Februar 1924 bis er von einem Vorgesetzten, der von dem Doppelmord der Eheleute Köpfer erfahren hatte, damit konfrontiert wurde. Hundertpfund leugnete zunächst der gesuchte Mörder zu sein, knickte jedoch wenig später ein, so dass er verhaftet und nach Deutschland ausgeliefert wurde. Am 19. Juli 1924 verurteilte ihn das Freiburger Schwurgericht wegen heimtückischen Doppelmordes des Ehepaars Köpfers zum Tode. Eine Begnadigung wurde abgelehnt. Am Morgen des 30. Oktober 1924 wurde er auf dem Hof des Freiburger Landgerichtsgefängnisses mit der Guillotine hingerichtet. Das Leben von Karl Friedrich Hundertpfund endete kopf- und ehrlos. Dir wünsche ich viel Freude mit meinen Fotos von Freiburg, wo Hundertpfund seinen letzten Atemzug nahm, bevor er geköpft wurde. 🙂


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Herzlich Willkommen auf meiner Reise durch Kreativität und Entdeckung! Mein Name ist Isabella Mueller, und ich lade euch ein, die faszinierenden kreativen Universen zu erkunden, die ich durch meine Blogs erschaffe. Seit 2020 widme ich meine Leidenschaft dem Erzählen fesselnder Geschichten, die mysteriös, historisch und emotional sind. Es ist mein Ziel, nicht nur zu unterhalten, sondern auch zum Nachdenken anzuregen und den Entdeckergeist in jedem von uns zu wecken. Auf isabellas.blog kombiniert sich die Spannung von Kriminalgeschichten mit aufregenden Reisetipps. Stellt euch vor, ihr wandert durch malerische Straßen einer neuen Stadt und ergründet dabei dunkle Geheimnisse, die in den Schatten ihrer Geschichte verborgen liegen. Jedes Stück auf meinem Blog ist so konzipiert, dass es das Herz eines jeden Krimi-Fans höherschlagen lässt und gleichzeitig die Neugier auf unbekannte Orte weckt. Hier seid ihr eingeladen, den Nervenkitzel des Unbekannten und die Schönheit unserer Welt zu erleben – eine perfekte Kombination für alle Abenteuerlustigen! In meinem zweiten Blog, akteq.com, dreht sich alles um wahre, ungelöste Kriminalgeschichten. Unter dem Motto „akteQ: Cold Case Stories“ enthülle ich die unheimlichen und oft tragischen Geschichten hinter ungelösten Fällen. Gemeinsam können wir die Rätsel der Vergangenheit erforschen und tief in die menschliche Psyche eintauchen. Was geschah wirklich? Wer waren die Menschen hinter diesen mysteriösen Ereignissen? In diesem Blog lade ich euch ein, Fragen zu stellen und die Antworten zu finden, die oft im Dunkeln liegen. Ein weiteres spannendes Kapitel meiner Bloggerlaufbahn findet ihr auf thecastles.org. Hier beginne ich eine zauberhafte Reise durch die Geschichte der Burgen und Schlösser. Haltet inne, während ihr die Geschichten entdeckt, die in den Mauern dieser alten Gemäuer verborgen sind. „Explore the enchantment, discover the history – your journey begins at thecastles.org!“ Diese Worte sind mehr als nur ein Slogan; sie sind eine Einladung an alle, die Geschichte und Magie miteinander verbinden möchten. Lasst euch von den beeindruckenden Erzählungen und der Faszination vergangener Epochen inspirieren! Aber das ist noch lange nicht alles! Auf kripo.org erwartet euch ein umfassendes Onlinemagazin für echte Kriminalfälle. Taucht ein in die Welt des Verbrechens, erfahrt von den realen Geschichten hinter den Schlagzeilen und den Menschen, die sich mit der Aufklärung beschäftigen. Mit criminal.energy entführe ich euch in die packenden Erzählungen wahrer Verbrechen, in denen Bösewichte gejagt, gefasst und verurteilt werden. Die Suche nach Gerechtigkeit und die Konfrontation mit dem Unbekannten stehen im Mittelpunkt. Mit TrueCrime Blog 187.news geht’s in die Abgründe des Verbrechens. Und für all jene, die die Welt bereisen wollen, bietet wanderlust.plus die Möglichkeit, die Welt, ein Abenteuer nach dem anderen, zu erkunden. Hier geht es um die Liebe zur Erkundung und die Freude, neue Kulturen und Landschaften zu entdecken. Schließlich lädt truecrime.ch dazu ein, die dunklen Seiten der Schweiz und Europas zu entdecken: wahre Verbrechen, wahre Geschichten. Lasst uns gemeinsam die Geschichten entdecken, die die Welt um uns herum prägen. Ich freue mich darauf, euch auf dieser aufregenden Reise zu begleiten und hoffe, dass ihr viele unvergessliche Momente mit mir teilen werdet!