Die Serienmörderin von St. Pauli

Isabella Mueller @isabella_muenchen Hamburg

Eine grauenhafte Serienmörderin trieb vor über 100 in Hamburgs Stadtteil St. Pauli ihr Unwesen. Dabei waren ihre Opfer wehrlose Säuglinge, die sie im Küchenofen verbrannte oder als verschnürtes Paket in die Elbe warf und das alles aus purer Geldgier. Bei der Serienmörderin handelte es sich um die mittelgroße Elisabeth Wiese, die durch ihre gelbliche Gesichtsarbe, den eingefallenen Wangen, ihren Warzen, ihren kleinen, stechenden Augen und der langen Nase wie eine Hexe aussah. Am 1. Juli 1859 wurde Elisabeth Berkefeld in Bilshausen bei Göttingen geboren. Sie erlernte den Beruf der Hebamme und alles schien normal zu verlaufen. Bis sie im Alter von 33 Jahren unverheiratet schwanger wurde, was zur damaligen Zeit gesellschaftlich geächtet wurde. Um für sich und das Kind sorgen zu können, nahm sie fortan gegen Bezahlung illegale Abtreibungen vor, was im Volksmund als Engelsmacherin bezeichnet wurde. Doch zwei Jahre nach der Geburt ihrer Tochter heiratete der Kesselschmied Heinrich Wiese Elisabeth Berkefeld. Alles schien endlich gut zu werden, wenn Elisabeth Wiese sich nicht mehrfach wegen der illegalen Abtreibungen vor Gericht in Hannover verantworten hatte müssen. Deshalb zog die Familie nach Hamburg, wo sie eine Wohnung im der Hein-Hoyer-Straße 23 im 1. Stockwerk bezog, die 150 Meter von der berüchtigten Reeperbahn entfernt lag. Anfangs verlief die Ehe harmonisch bis Heinrich Wiese immer mehr der Trunksucht verfiel. Die Streitereien häuften sich, was auch die Nachbarn mitbekamen. Auch die Geldschwierigkeiten nahmen zu, da Elisabeth aufgrund ihrer Vorstrafen Berufsverbot hatte. Ihr Ehemann hatte eine staatliche Summe Erspartes, die er aber nicht rausrücken wollte. Deshalb unternahm Elisabeth Wiese mehrere Mordversuche, in dem sie ihn vergiftete und sogar die Kehle durchschneiden wollte, aber diese missglückten. Als neue Geldquelle musste nun ihre Tochter Paula herhalten, die sie per Inserate in Hamburger Zeitungen für Sex gegen entsprechende Belohnung anbot. Dafür opferte sie sogar ihr geliebtes Sofa. Wenn ihre Tochter nicht spurte, wurde sie kurzerhand windelweich geschlagen oder der zahlende Kunde wurde aufgefordert, sie besonders hart ranzunehmen. Im Frühjahr 1902 konnte ihre Tochter Paula nach einer Vergewaltigung bei der sie schwanger wurde nach London fliehen, wo sie als Dienstmädchen arbeitete. Zu Elisabeth Wieses neuer Einnahmequelle wurden die sogenannten „Privatkostkinder“. Frauen, die ungewollt schwanger geworden waren, gaben ihre unehelichen Kinder gegen Zahlung in die Obhut einer Pflegemutter. Elisabeth Wiese arbeitete fortan als eine solche Pflegemutter, die von den alleinerziehenden Müttern ein monatliches Kostgeld von 100-200 Mark kassierte oder eine einmalige Abstandszahlung. Außerdem offerierte Elisabeth Wiese den Frauen gegen eine Abfindung den Säugling an adoptionswillige Eheleute im In- und Ausland zu vermitteln. Einige der Mütter nahmen dieses Angebot an, bemühten sich aber danach um den Kontakt zu den Adoptionseltern. Da dieser ergebnislos blieb, wandten sie sich an die Polizei. Diese stellte aufgrund von Elisabeth Wieses großen Vorstrafenregister sofort Ermittlungen an. Die Nachbarn sagten aus, dass Elisabeth Wiese oft sehr stark geheizt hatte, so dass sogar die Herdplatten zersprangen und es oft fürchterlich gestunken hatte. Hatte Elisabeth Wiese, die weiterhin als Engelsmacherin tätig war, die Säuglinge in Pflege oder abgetriebene Föten gar verbrannt? Zudem hatten Anwohner mehrfach beobachtet wie Elisabeth Wiese mit schweren Pakten in Richtung Elbe das Haus verließ. Hatte sie die Säuglinge vielleicht in der Elbe versenkt oder sie mit Morphium vergiftet? Denn bei Elisabeth Wiese hatte eine Zeitlang eine Tänzerin gewohnt, die an Tuberkulose erkrankt war und vom Arzt Morphium verschrieben bekommen hatte. Diese zog nach Berlin, wo sie wenig später starb, aber ihr Rezept hatte Elisabeth Wiese bekommen. Alles Vermutungen. Jedoch belastete sie die Aussage ihrer eigenen Tochter schwer. Die schwangere Paula kehrte Ende 1902 nach Hamburg zurück, wo sie bei dem 74 Jahre alten Schuhmacher Schröder, dem Geliebten ihrer Mutter, lebte. Als ihre Wehen überraschend einsetzten, half ihr ihre Mutter bei der Geburt, die Paula verächtlich „Wiese“ nannte. Nachdem Elisabeth Wiese die Nabelschnur des neugeborenen Säuglings durchgeschnitten hatte, warf sie ihren eigenen Enkelsohn in einen Eimer Wasser. Paula fiel in Ohnmacht, als sie wieder zu sich kam, war ihr Kind weg. Ihre Mutter sagte ihr, dass ihr Sohn tot sei. Die neue Untermieterin, Frau Reich, sagte aus, dass der Schuhmacher Schröder erschienen war, um Elisabeth Wiese zur Geburtshilfe ihrer Tochter zu holen. Nach einigen Stunden kehrte diese zurück und sagte, dass ihr Enkelsohn bei der Geburt gestorben war und sie einen Sarg kaufen müsse. Ein paar Tage später sah Frau Reich in der Küche mehrere Eimer voll verbrannter Kohle. Als sie Frau Wiese darauf ansprach, sagte diese, dass sie im Ofen die Nachgeburt des verstorbenen Enkelkindes verbrannt hatte. Es gab nicht wirklich handfeste Indizien, da keine menschlichen Überreste im Ofen gefunden wurden. Doch es kam trotzdem dank ihrer Tochter Paula, die Kronzeugin der Anklage wurde zum Prozess. Elisabeth Wiese unternahm selbst in ihrer Untersuchungshaft Bestechungsversuche, was sich negativ auf ihren Prozess auswirkte. Nach 5 Verhandlungstagen im reinen Indizienprozess wurde Elisabeth Wiese am 10. Oktober 1904 des fünffachen Mordes für schuldig befunden. Mindestens 16 Säuglinge soll sie auf dem Gewissen gehabt haben. Am 2. Februar 1905 einem kalten Wintertag wurde Elisabeth Wiese gegen 8 Uhr morgens unter 40 Zeugen in den Hof der Untersuchungsanstalt Holstenglacis geführt. Der Scharfrichter Alwin Engelhardt ließ seine Gehilfen Elisabeth Wiese auf dem Gestell der Guillotine festschnallen. Dann sauste das 40 Kilogramm schwere Fallbeil nach unten und schlug ihr den Kopf ab. Damit war Elisabeth Wiese Geschichte, die in die deutsche Kriminalgeschichte als die Engelsmacherin von St. Pauli einging. Dir wünsche ich viel Freude mit meinen Fotos von Hamburgs Alster, einem Nebenfluss der Elbe, in dem einst Elisabeth Wiese die Säuglinge in Pakten entsorgt haben soll. 🙂


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Herzlich Willkommen auf meiner Reise durch Kreativität und Entdeckung! Mein Name ist Isabella Mueller, und ich lade euch ein, die faszinierenden kreativen Universen zu erkunden, die ich durch meine Blogs erschaffe. Seit 2020 widme ich meine Leidenschaft dem Erzählen fesselnder Geschichten, die mysteriös, historisch und emotional sind. Es ist mein Ziel, nicht nur zu unterhalten, sondern auch zum Nachdenken anzuregen und den Entdeckergeist in jedem von uns zu wecken. Auf isabellas.blog kombiniert sich die Spannung von Kriminalgeschichten mit aufregenden Reisetipps. Stellt euch vor, ihr wandert durch malerische Straßen einer neuen Stadt und ergründet dabei dunkle Geheimnisse, die in den Schatten ihrer Geschichte verborgen liegen. Jedes Stück auf meinem Blog ist so konzipiert, dass es das Herz eines jeden Krimi-Fans höherschlagen lässt und gleichzeitig die Neugier auf unbekannte Orte weckt. Hier seid ihr eingeladen, den Nervenkitzel des Unbekannten und die Schönheit unserer Welt zu erleben – eine perfekte Kombination für alle Abenteuerlustigen! In meinem zweiten Blog, akteq.com, dreht sich alles um wahre, ungelöste Kriminalgeschichten. Unter dem Motto „akteQ: Cold Case Stories“ enthülle ich die unheimlichen und oft tragischen Geschichten hinter ungelösten Fällen. Gemeinsam können wir die Rätsel der Vergangenheit erforschen und tief in die menschliche Psyche eintauchen. Was geschah wirklich? Wer waren die Menschen hinter diesen mysteriösen Ereignissen? In diesem Blog lade ich euch ein, Fragen zu stellen und die Antworten zu finden, die oft im Dunkeln liegen. Ein weiteres spannendes Kapitel meiner Bloggerlaufbahn findet ihr auf thecastles.org. Hier beginne ich eine zauberhafte Reise durch die Geschichte der Burgen und Schlösser. Haltet inne, während ihr die Geschichten entdeckt, die in den Mauern dieser alten Gemäuer verborgen sind. „Explore the enchantment, discover the history – your journey begins at thecastles.org!“ Diese Worte sind mehr als nur ein Slogan; sie sind eine Einladung an alle, die Geschichte und Magie miteinander verbinden möchten. Lasst euch von den beeindruckenden Erzählungen und der Faszination vergangener Epochen inspirieren! Aber das ist noch lange nicht alles! Auf kripo.org erwartet euch ein umfassendes Onlinemagazin für echte Kriminalfälle. Taucht ein in die Welt des Verbrechens, erfahrt von den realen Geschichten hinter den Schlagzeilen und den Menschen, die sich mit der Aufklärung beschäftigen. Mit criminal.energy entführe ich euch in die packenden Erzählungen wahrer Verbrechen, in denen Bösewichte gejagt, gefasst und verurteilt werden. Die Suche nach Gerechtigkeit und die Konfrontation mit dem Unbekannten stehen im Mittelpunkt. Mit TrueCrime Blog 187.news geht’s in die Abgründe des Verbrechens. Und für all jene, die die Welt bereisen wollen, bietet wanderlust.plus die Möglichkeit, die Welt, ein Abenteuer nach dem anderen, zu erkunden. Hier geht es um die Liebe zur Erkundung und die Freude, neue Kulturen und Landschaften zu entdecken. Schließlich lädt truecrime.ch dazu ein, die dunklen Seiten der Schweiz und Europas zu entdecken: wahre Verbrechen, wahre Geschichten. Lasst uns gemeinsam die Geschichten entdecken, die die Welt um uns herum prägen. Ich freue mich darauf, euch auf dieser aufregenden Reise zu begleiten und hoffe, dass ihr viele unvergessliche Momente mit mir teilen werdet!