Das süße Herz von Heidelberg: Erdbeerkuchen im berühmten Café Schafheutle

Isabella Mueller, @isabella_muenchen

Das Café Schafheutle befindet sich in der längsten Fußgängerzone Europas in der romantischen Stadt Heidelberg. Es zählt zu den berühmtesten Cafés Heidelbergs und ist ein absolutes Muss für alle Naschkatzen, die feinste Torten und Kuchen, erlesene Pralinen und Schokoladen sowie leckere Eiscreme lieben. Dabei blickt das Café auf eine lange Tradition zurück. Denn seit 180 Jahren werden im Schafheutle in der Hauptstraße 94 alle Produkte vor Ort hergestellt. Ich besuchte das Café ganz spontan bei meinem Heidelbergbesuch, denn es fing plötzlich zu regnen an. Da ich keinen Schirm dabei hatte und mich nach einer heißen Tasse Kaffee sowie einem leckeren Stück Kuchen sehnte, machte ich einen Abstecher ins Café Schafheutle. Ich nahm im modern gestalteten Gastraum Platz und bestellte mir bei der freundlichen Bedienung einen Espresso Macchiato und ein Stück Erdbeerkuchen mit zwei Kugeln Vanilleeis. Der heiße Espresso kam schnell und wurde mir zusammen mit zwei Keksen serviert. Der frische Erdbeerkuchen war schon optisch ein absoluter Augenschmaus und zusammen mit dem selbst gemachten Eis war er eine geschmackliche Bombe. Ich genoss meine Pause in vollen Zügen und versank in die Geschichte des Cafés. Das Gebäude, in dem sich das Café befindet, wurde im Auftrag des Kurfürsten Karl Theodor von Jean Pierre Rigal erbaut, um Seidenraupen zu züchten und Seide zu produzieren. Im Jahre 1812 kaufte der Tabak-Hersteller Philipp Jakob Landfried das Areal, um Tabakblätter zu trocknen und in der heutigen Backstube Zigarren zu rollen. Im Jahr 1832 gründete Konditormeister M.C. Krall in der Hauptstraße 94 ein edles Kaffeehaus, das 1934 von Otto Schafheutle übernommen und als Theatercafé Schafheutle neu eröffnet wurde. Das Café avanciert schnell zum beliebten Treffpunkt der Schauspieler und Besucher des Heidelberger Stadttheaters. Das kleine Café mit Ladengeschäft wurde über die Jahre zu einem Kaffeehaus mit fünf unterschiedlich gestalteten Räumen, Wintergarten und großem idyllischen Garten umgebaut. Die Philosophie des Cafés besteht darin nur beste Rohstoffe zu verwenden. So gibt es weder Fertigprodukte noch werden Konservierungsstoffe verwendet. Die Produkte werden ausschließlich in klassischer Handarbeit gefertigt und das täglich frisch, in der Backstube, direkt hinter dem Laden. Das Café ist zudem ein Ausbildungsbetrieb, der sein fundiertes Wissen und handwerkliches Geschick den Lehrlingen und Mitarbeitern vermittelt. Dadurch wird die Tradition und die Kaffeehauskultur erhalten. Ich mag das Konzept dieses Traditionscafés, das zurecht zu einem der bekanntesten Cafés in Heidelberg zählt. Ich kaufte mir noch eine kleine Auswahl an köstlichen Pralinen an der Ladentheke, bevor ich das Café verließ. Der Regen hatte aufgehört und ich begab mich wieder beschwingt ins Getümmel der Heidelberger Fußgängerzone. So eine kleine Kaffeepause mit Kuchen bewirkt manchmal wahre Wunder und ich hatte wieder viel positive Energie getankt. Das Essen Balsam für die Seele ist, wusste schon Winston Churchill, der treffend formulierte: „Man soll dem Leib etwas Gutes bieten, damit die Seele Lust hat, darin zu wohnen.“ In diesem Sinne viel Freude mit meinen Fotos von meiner leckeren Kaffeepause mit Erdbeerkuchen mitten im Herzen Heidelbergs. 🙂

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