Der Palastgarten des Kurfürstlichen Palais in Trier: Vermächtnis des Trierer Schalks Franz Weissebach

Isabella Mueller @isabella_muenchen

Mitten im Herzen Triers befindet sich der barocke Palastgarten. Diese wunderschöne Gartenanlage im Gartenflügel des Kurfürstlichen Palais wurde in den Jahren 1757 bis 1761 errichtet und gilt als reizvolles Beispiel des Rokoko. Mein Weg zu den Kaiserthermen führte mich an diesem Garten mit dem Kurfürstlichen Palais vorbei. Das Kurfürstliche Palais ist einer der schönsten Rokoko-Paläste der Welt. Der Kurfürst Johann Phillipp von Walderdorff ließ das Palais von seinem Hofbaumeister Johannes Seiz errichten. Der angrenzende Palastgarten blieb im 18. Jahrhundert unvollendet. Seit Beginn des 19. Jahrhunderts diente das Areal als Exerzierplatz. In den Jahren 1945 bis 1947 wurde die Gartenanlage neu angelegt und mit Abgüssen barocker Plastiken und einem wunderschönen Brunnen aus der Werkstatt von Ferdinand Tietz geschmückt. An seiner Ostseite wird der Palastgarten durch den mittelalterlichen Mauerzug mit Stadttor, Kastillport, begrenzt. Ich schlenderte durch diese traumhafte Gartenanlage mit seinem wunderschönen Wasserspiel und den Hainbuchenwänden, die nach einem historischen Plan verwirklicht sind. Durch ihre Licht-Schatten-Wirkung beleben sie raumgliedernd und begrenzend den barocken Gartenteil. Diese wunderbare Parkanlage hat die Stadt Trier den finanziellen Mitteln von Peter Franz Weißebach zu verdanken, dessen Relief an der alten Stadtmauer Triers mit der Inschrift: „Franz Weissebach dem schalkhaften Stifter dieses Volksgartens als Zeichen der Dankbarkeit der Stadt Trier“ verewigt ist. Schalkhaft aus diesem Grund, da der Privatier und Mitbesitzer des Weingutes Kanzemer Berg seiner Heimatstadt nach seinem Tod ein Schnippchen schlagen wollte. Sein Vermögen vermachte er testamentarisch der Stadt Trier, allerdings mit der Auflage, dass von diesem Geld ein Krematorium gebaut werden müsse. Sollte diesem Anliegen im Stadtrat fünf Mal nicht stattgegeben werden, so könnte mit Hilfe seines Erbes ein Volksgarten angelegt werden. Da die Stadtverwaltung dem Antrag zum Bau eines Krematoriums in den Jahren 1926 bis 1930 in der Tat fünf Mal nicht nachkam, wurde das Geld anschließend für die Gestaltung des Palastgartens verwendet. Seit 1988 vergibt der Verein Trierer Prinzenzunft jährlich den Weißebach-Preis an Persönlichkeiten mit schalkhaftem Humor und sozialem Engagement. Ich schlenderte vergnügt durch den Park und bestaunte den  barocken Brunnen, der im Kreis halbrunder Buchsbaumhecken und zierlicher Gartenfiguren liegt. Ein fünfdüsiger rotierender Wasserspeier schickt das erfrischende Nass in die Luft, wo es sich wie eine Spirale in sich dreht und in unzähligen feinen Tröpfchen auseinander fällt. Elegant schwingt die Beckenumrandung in großen halbrunden Ausbuchtungen und scheint der Bewegung des Wassers folgen zu wollen. Ein herrliches Schauspiel, dem ich mit Freuden zusah. Der Palastgarten ist eine grüne Naherholungsoase für die Einheimischen wie Touristen. Ich genoss es in ihm umherzuschlendern und die Natur mit allen Sinnen zu spüren. Wie bemerkte schon der österreichische Autor Ernst Ferstl so treffend: „Zufriedenheit ist ein stiller Garten, in dem man Erholung findet!“. In diesem Sinne viel Freude mit meinen Fotos vom idyllischen Palastgarten in Trier. 🙂


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Herzlich Willkommen auf meiner Reise durch Kreativität und Entdeckung! Mein Name ist Isabella Mueller, und ich lade euch ein, die faszinierenden kreativen Universen zu erkunden, die ich durch meine Blogs erschaffe. Seit 2020 widme ich meine Leidenschaft dem Erzählen fesselnder Geschichten, die mysteriös, historisch und emotional sind. Es ist mein Ziel, nicht nur zu unterhalten, sondern auch zum Nachdenken anzuregen und den Entdeckergeist in jedem von uns zu wecken. Auf isabellas.blog kombiniert sich die Spannung von Kriminalgeschichten mit aufregenden Reisetipps. Stellt euch vor, ihr wandert durch malerische Straßen einer neuen Stadt und ergründet dabei dunkle Geheimnisse, die in den Schatten ihrer Geschichte verborgen liegen. Jedes Stück auf meinem Blog ist so konzipiert, dass es das Herz eines jeden Krimi-Fans höherschlagen lässt und gleichzeitig die Neugier auf unbekannte Orte weckt. Hier seid ihr eingeladen, den Nervenkitzel des Unbekannten und die Schönheit unserer Welt zu erleben – eine perfekte Kombination für alle Abenteuerlustigen! In meinem zweiten Blog, akteq.com, dreht sich alles um wahre, ungelöste Kriminalgeschichten. Unter dem Motto „akteQ: Cold Case Stories“ enthülle ich die unheimlichen und oft tragischen Geschichten hinter ungelösten Fällen. Gemeinsam können wir die Rätsel der Vergangenheit erforschen und tief in die menschliche Psyche eintauchen. Was geschah wirklich? Wer waren die Menschen hinter diesen mysteriösen Ereignissen? In diesem Blog lade ich euch ein, Fragen zu stellen und die Antworten zu finden, die oft im Dunkeln liegen. Ein weiteres spannendes Kapitel meiner Bloggerlaufbahn findet ihr auf thecastles.org. Hier beginne ich eine zauberhafte Reise durch die Geschichte der Burgen und Schlösser. Haltet inne, während ihr die Geschichten entdeckt, die in den Mauern dieser alten Gemäuer verborgen sind. „Explore the enchantment, discover the history – your journey begins at thecastles.org!“ Diese Worte sind mehr als nur ein Slogan; sie sind eine Einladung an alle, die Geschichte und Magie miteinander verbinden möchten. Lasst euch von den beeindruckenden Erzählungen und der Faszination vergangener Epochen inspirieren! Aber das ist noch lange nicht alles! Auf kripo.org erwartet euch ein umfassendes Onlinemagazin für echte Kriminalfälle. Taucht ein in die Welt des Verbrechens, erfahrt von den realen Geschichten hinter den Schlagzeilen und den Menschen, die sich mit der Aufklärung beschäftigen. Mit criminal.energy entführe ich euch in die packenden Erzählungen wahrer Verbrechen, in denen Bösewichte gejagt, gefasst und verurteilt werden. Die Suche nach Gerechtigkeit und die Konfrontation mit dem Unbekannten stehen im Mittelpunkt. Mit TrueCrime Blog 187.news geht’s in die Abgründe des Verbrechens. Und für all jene, die die Welt bereisen wollen, bietet wanderlust.plus die Möglichkeit, die Welt, ein Abenteuer nach dem anderen, zu erkunden. Hier geht es um die Liebe zur Erkundung und die Freude, neue Kulturen und Landschaften zu entdecken. Schließlich lädt truecrime.ch dazu ein, die dunklen Seiten der Schweiz und Europas zu entdecken: wahre Verbrechen, wahre Geschichten. Lasst uns gemeinsam die Geschichten entdecken, die die Welt um uns herum prägen. Ich freue mich darauf, euch auf dieser aufregenden Reise zu begleiten und hoffe, dass ihr viele unvergessliche Momente mit mir teilen werdet!