Der Türkenschanzpark in Wien: Action, Erholung und wunderschöne Teiche

Isabella Müller Wien @isabella_muenchen

Der Türkenschanzpark im 18. Wiener Gemeindebezirk ist mein Geheimtipp für eine grüne Oase fernab des Großstadttrubels. Dieser bietet auf 150.000 Quadratmetern wunderschöne Wasseranlagen, historische Denkmäler, exotische Pflanzen, Sportanlagen, Laufwege, Gastronomie und die Paulinenwarte. Der Name des Parks geht auf die Zweite Türkenbelagerung 1683 zurück, in dem sich Teile des türkischen Heeres auf dem Gebiet verschanzt hatten. Der Park wurde am 30. September 1888 von Kaiser Franz Joseph I. in der Gemeinde Währing, die bis 1891 ein Vorort Wiens war, feierlich eröffnet. Die Parkanlage wurde als englischer Landschaftspark von dem Stadtgartendirektor Gutav Sennholz angelegt und auf Initiative des Architekten Heinrich von Ferstel geschaffen. Dieser hatte zusammen mit Edmund Kral in den Jahren 1873 das Cottage-Viertel in der Nähe errichtet und den Cottage-Verein gegründet. Das Cottage-Viertel besteht aus eleganten Villen, Ein- und Zweifamilienhäusern, die nach dem englischen Vorbild der sogenannten Cottages gebaut wurden. Aus diesem Grund sollte ein Naherholungsgebiet für die Bevölkerung entstehen, das aus heutiger Sicht wunderbar gelungen ist. Der Park beherbergt viele exotische Pflanzen aus China, Japan und Nordamerika. Ich liebe es durch die idyllische und weitläufige Parkanlage zu spazieren und die wundervollen Pflanzen und Bäume zu betrachten, die namentlich beschriftet sind. Der Park hat insgesamt 6.500 Quadratmeter Wasserfläche und auch Sportbegeisterte kommen dank zwei Basketball-Plätzen, einem Fußball- und Beachvolleyball-Platz, einer Slackline- und Skater-Anlage sowie zwei Tischtennis-Tischen voll auf ihre Kosten. Der Türkenschanzpark bietet wirklich für jeden etwas, ob Spazierengehen, Joggen, Radfahren oder einfach nur die Seele auf einen der zahlreichen Parkbänke baumeln lassen. Die Hauptattraktion des Parks ist die Paulinenwarte, ein 27 Meter hoher Aussichtsturm im Sichtziegelbau im Stil der Cottage-Villen. Der Aussichtsturm bietet einen herrlichen Blick auf Wien und den Wiener Wald. Einst diente er auch noch als Wasserturm. So existiert bis heute im unteren Teil des Turms ein Tank, der von einem Brunnen in der Nähe gespeist wurde. Der Name der Warte stammt von der Fürstin Pauline von Metternich, die viele exotische Pflanzen für die Parkanlage gespendet hatte. Als Dank nannte man den Turm nach ihr. Der Turm war für Besucher jahrzehntelang gesperrt. Nachdem mit seiner Sanierung im Jahr 2009 begonnen wurde, ist er ab dem 7. August 2010 zu bestimmten Öffnungszeiten und gegen ein geringes Eintrittsgeld wieder begehbar. Neben der Paulinenwarte ist eine weitere Sehenswürdigkeit der Yunus-Emre-Brunnen. Dieser wurde 1991 im Park aufgestellt und war ein Geschenk des türkischen Botschafters als Zeichen der Freundschaft zwischen Wien und der Türkei. Auch Denkmäler wie das des Dichters Adalbert Stifter sind im Park verteilt. Ich mag dieses schöne Fleckchen Erde mit seinen schattenspendenden Bäumen und den wundervollen Teichen. Neben riesigen Spielplätzen für Kinder, gibt es auch zwei Hundezonen, in denen sich die Vierbeiner so richtig austoben können. Der herrliche Türkenschanzpark bietet Action, Erholung und viel Sehenswertes für Jung und Alt. Ich mag diese grüne Oase mit ihren Liegewiesen, auf denen man im Sommer picknicken, schlafen und Sonne tanken kann. Dieser Park ist wirklich ein traumhaftes Kleinod, das für jeden Besucher etwas zu bieten hat und Zeit, die man in der Natur verbringt, ist bekanntlich niemals vergeudete Zeit. In diesem Sinne viel Freude mit meinen Fotos vom herrlichen Türkenschanzpark im 18. Wiener Gemeindebezirk. 🙂

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