Das prächtige Renaissanceschloss in Öhringen

Isabella Müller Heilbronn Baden Württemberg Deutschland @isabella_muenchen

Eines der Sehenswürdigkeiten und zugleich Wahrzeichen der ehemaligen Residenzstadt Öhringen, deren Wurzeln bis in die Römerzeit zurückgehen, ist das Schloss. Dieses wurde 1611 nach den Plänen des gräflich hohenlohischen Baumeisters Georg Kern im Renaissance-Stil errichtet. Ursprünglich diente das Öhringer Schloss als Witwensitz der Gräfin Magdalena von Hohenlohe. Im Laufe der Geschichte wurde es durch das Haus Hohenlohe zum Fürstensitz und zur Residenz. Der älteste Teil des Schlosses, der Lange Bau, entstand von 1611 bis 1616. Nach Beschädigungen im 30-jährigen Krieg wurde das Schloss wieder instand gesetzt. In den Jahren 1681 bis 1683 kam der Marstallbau hinzu. Im Erdgeschoss entstanden Ställe für 30 Pferde. In den Jahren von 1714 bis 1715 entstanden die Arkaden an der Hofseite, die darüber vorgebauten Korridore sowie ein Mansardendach. Danach erfolgte in den Jahren von 1770 bis 1775 der Remisenbau mit Rokoko-Bibliothek und Freitreppe im Schlosshof. Von 1813 bis 1814 kam ein klassizistischer Bau für den Erbprinzen hinzu und eine Neugestaltung der Freitreppe zum Hofgarten erfolgte. Eine grundlegende Renovierung der Prunkräume des Blauen Saals, des Speisesaals und des Weißen Saals wurde im Jahr 1847 vorgenommen. Ein Jahr später, 1848, verlegte die fürstliche Familie ihren Wohnsitz nach Slawentzitz in Oberschlesien. Erst 1945 nach Verlust der dortigen Besitztümer kehrte August zu Hohenlohe-Öhringen mit seiner Familie in den Südflügel des Öhringer Schlosses zurück. Diesen bewohnte er bis zu seinem Tode 1962. Im Jahr 1961 erwarb die Stadt Öhringen das Schloss mit dem Hofgarten und renovierte es aufwändig von 1976 bis 1987. Heute befindet sich der Sitz der Stadtverwaltung im Schloss. Die historischen Räume wie der Blaue und Weiße Saal, das von dem Hofmaler Schillinger gestaltete Landschaftszimmer und der riesige Gewölbekeller dienen als Eventlocation. Das Öhringer Schloss, das sich im historischen Ortskern befindet, mit seinem riesigen Zunftbaum vor der Schlossfassade ist wirklich sehenswert. Zum malerischen Schlosshof mit herrlichem Brunnen gelangte ich durch einen Torbogen. Die Hofseite offenbarte mir den achteckigen Wendeltreppenturm mit Kellerhals zum 120 Meter langen Schlosskeller. Dieser wurde bis 2009 von der Schlosskellerei des Fürsten zu Hohenlohe-Öhringen für den Kellereibetrieb genutzt. Vom herrlichen Schlosshof führt eine Freitreppe zum barocken Hofgarten, der grünen Oase mitten in der Stadt und bildet zusammen mit dem Schloss ein wunderbares Ensemble aus Naherholung und Ausflugsziel. Ich war begeistert von der Schönheit des Schlosses und seinem Hofgarten und wünsche Euch viel Freude mit meinen Fotos dieser herrlichen Sehenswürdigkeiten im Herzen Öhringens.:)

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