Einer der schlimmsten Serienmörder Österreichs war Franz Podritschnig, der 1941 in Unterkärnten innerhalb von einem Monat 9 Frauen und Kinder bestialisch abschlachtete, weshalb er von der Bevölkerung den Beinamen der „Werwolf von Griffen“ erhielt. Am 30. August 1941 fand die österreichische Polizei in der Keusche, einem kleinen Bauernhaus, in Wölfnitzgraben die Bäuerin Ursula Verschnig und ihre 5 Kinder, die zwischen 2 bis 5 Jahre alt waren, erstochen und erschlagen in der Stube und auf Pritschen im Dachboden vor. Der Tatort glich einem Schlachtfeld, in dem ein wildes Monster gewütet hatte. Da die Tat so brutal ausgeführt worden war und die Ermordete mit dem Literaturnobelpreisträger Peter Handke verwandt war, der später darüber ein Buch verfasste, schlug das Verbrechen auch über Österreichs Grenzen hinaus hohe Welle. Wer hatte die Bäuerin und ihre Kinder ermordet und warum? Um diese Fragen zu beantworten, liefen die Ermittlungen bei der Polizei in Kärnten auf Hochtouren. Besonders hart traf den Verlust Ursulas Ehemann, Sebastian Verschnig, der 35 Jahre alte Mann war zum Tatzeitpunkt gerade in Frankreich an der Front. Als er von dort nach Hause geschickt wurde und vom Schicksal seiner Ehefrau und seiner geliebten Kinder erfuhr, brach er zusammen. Schnell geriet der mehrfach vorbestrafte 41 Jahre alte Gelegenheitsarbeiter Franz Podritschnig ins Visier der Ermittler. Der Kriegsdeserteur galt als äußerst gewalttätig und trug ständig eine Waffe bei sich. Doch die 19 Jahre alte Magd Apollonia Media beschuldigte die polnischen Zwangsarbeiter des bestialischen Mordes an der Bauernfamilie, da sie eine heimliche Liebschaft mit Franz Podritschnig hatte, was keiner wusste. Daraufhin wurden 38 polnische Zwangsarbeiter von der NS-Behörde verhaftet, gefoltert und mit dem Tod bedroht. Einer nach dem anderen sollte erschossen werden, bis der Täter endlich die Tat gestehe. Doch dann kam die Rettung für die polnischen Zwangsarbeiter, da der Täter nur 4 Wochen später erneut zuschlug. Am 30. September 1941 tötete dieser nicht nur einen 3 Jahre alten Jungen, sondern auch dessen schwangere Mutter und Großmutter in Töllerberg bei Völkermark. Die Morde an der Familie Sajowetz passierten nach demselben Modus Operandi wie die Morde der Familie Verschnig. Da die polnischen Zwangsarbeiter unmöglich den Mord begangen haben konnten, wurden diese frei gelassen. Die Kärntner Bevölkerung fürchtete nach dem erneuten Gemetzel um ihr Leben, weshalb diese sich in ihren Häusern verbarrikadierten. Erneut geriet Franz Podritschnig unter Verdacht, da Nachbarn diesen gesehen hatten. Um diesen zu Verhören, wurde in der Kleinen Zeitung ein Fahndungsfoto von ihm publiziert. Tatsächlich erkannte ein Mann Franz Podritschnig in einer Trafik. Er alarmierte die Polizei, die diesen verhafteten. Im anschließenden Verhör gestand Franz Podritschnig die 9 Morde sowie diverse Einbrüche und 17 Diebstähle. Franz Podritschnig wurde am 15. Oktober 1941 zum Tode verurteilt. Dieses Urteil wurde durch das Fallbeil im Landesgerichtlichen Gefangenenhaus in Wien vollstreckt. Die Magd Apollonia Media wurde wegen Verleumdung zu 18 Monaten Kerker verurteilt. Bis heute wird an die Opfer von Franz Podritschnig erinnert, damit kein Opfer je vergessen ist. Dir wünsche ich viel Freude mit meine Fotos von Österreichs Hauptstadt Wien, wo der Serienmörder Franz Podritschnig hingerichtet wurde. 🙂













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