Die Strudlhofstiege zu Wien: die perfekte Kulisse für ein spektakuläres Insta-Pic

Isabella Mueller

In Wien gibt es unglaublich viele Sehenswürdigkeiten zu entdecken. Durch Zufall kam ich an der Strudlhofstiege im 9. Wiener Gemeindebezirk vorbei. Die Strudlhofstiege ist so bekannt, dass es sogar ein Gedicht von ihr gibt, das seit der Stiegenrenovierung 1962 auf einer Tafel neben dem großen Brunnen steht. Das Gedicht von Heimito von Doderer mit dem Titel:
„Auf die Strudlhofstiege zu Wien“ lautet folgendermaßen: „Wenn die Blätter auf den Stufen liegen herbstlich atmet aus den alten Stiegen
was vor Zeiten über sie gegangen.
Mond darin sich zweie dicht umfangen
hielten, leichte Schuh und schwere Tritte,
die bemooste Vase in der Mitte
überdauert Jahre zwischen Kriegen. Viel ist hingesunken uns zur Trauer
und das Schöne zeigt die kleinste Dauer.“
Die Strudlhofstiege verdankt ihren Namen den Hof- und Kammermaler Peter Strudel, der 1690 den Strudelhof errichtete und danach zum Direktor der Kunstakademie gewählt wurde. Die Strudlhofstiege verbindet die Strudlhofgasse und die Liechtensteinstrasse und wurde nach den Plänen von Johann Theodor Jaeger aus Mannersdorfer Kalkstein erbaut und gilt als ein bedeutendes Bauwerk des Wiener Jugendstils. Die Anlage wurde am 29. November 1910 der Öffentlichkeit zugänglich gemacht und ist bis heute ein beliebtes Ausflugsziel der Wiener und die perfekte Kulisse für ein spektakuläres Insta-Pic. Denn was wären wir heute ohne unsere sozialen Medien. Mittlerweile geht nichts mehr ohne dass wir irgendwelche Fotos von Orten und Menschen posten und ständig auf der Suche nach der besten Location dafür sind. Ich kann nur allen den Tipp geben die Strudlhofstiege aufzusuchen, wenn Ihr eine atemberaubenden Hintergrund für Eurer Instagrammfoto sucht. Denn die Strudlhofstiege ist architektonisch ein Traum und durch ihre Schönheit ein sehr begehrtes Fotomotiv. Ich war von der Architektur beeindruckt und genoss den Anblick des zweigeteilten Beckenwandbrunnens. Hierbei wird das untere Becken durch eine Kopfmaske mit Wasser gespeist. Mein Weg führte mich über eine der beiden geschwungenen Stiegenläufe zum oberen Portal und dessen Becken. Hier erblickte ich ein wunderschönes Becken, das von einer Kopfmaske als Wasserspeier an der Stiegenwand geschmückt wird. Ich war fasziniert von der Mosaikverkleidung, die an die ursprüngliche Gestaltung im Zuge der Instandsetzung 2008 bis 2009 an das Relief aus Donaukies, das in Handarbeit nachgebildet wurde, erinnert. Beachtlich bei der Strudlhofstiege ist der Höhenunterschied von 11 Metern, der durch drei Rampen und 58 Stufen zu überwinden ist. Ich genoss das milde Klima auf der Stiege und verweilte kurz auf einer der Parkbänke, die auf den Zwischenpodesten zu finden sind. Wer Lust auf ein wunderbares Fotomotiv in Wien hat, der ist hier genau richtig. Ich wünsche Euch nun viel Freude mit meinen Fotos vom Strudlhof in Wien. 🙂

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