Am Ufer des Flusses Spaarne liegt Haarlem, die malerische Hauptstadt der Provinz Nordholland, die auch als Amsterdams kleine Schwester bezeichnet wird. Diese Stadt war im Mittelalter ein bedeutender Handelshafen umgeben von einer Verteidigungsmauer mit 12 mächtigen Stadttoren. An diese Zeit erinnert heute noch das Amsterdamse Poort, das einzig noch erhaltene Stadttor. Früher hieß dieses Verteidigungstor Spaarnwouderpoort. Denn dieses Stadttor, das im 14. Jahrhundert im gotischen Stil im Zuge der ersten Erweiterung von Haarlem errichtet wurde, war das Stadttor für den Landverkehr im Osten in Richtung Spaarnwoude über den Laeghe Weg. Doch als 1631 die Haarlemmertrekvaart, ein Kanal zwischen Haarlem und Amsterdam gegraben wurde, wurde dadurch der Wasserweg nach Amsterdam erheblich verkürzt. Denn nun war es möglich an einem Tag nach Amsterdam und wieder zurückzureisen, weshalb das Tor den Namen Amsterdamse Poort erhielt. Das Stadttor aus rotem Backstein diente der Verteidigung. Sein Durchgang wurde durch die Türme verteidigt, die mit einem unteren Eingangstor aus dem 15. Jahrhundert verbunden sind, das sich im Wassergraben befindet. Das zweite Tor besitzt zwei Türme. An die Verteidigungszwecke des Tores erinnert auf der Haarlemer Seite eine Bronzeskulptur mit einer Darstellung von Kenau Simonsdochter Hasselaer. Diese soll auf den Wallmauern des Tores während des spanischen Angriffes im Achtzigjährigen Krieg 1572 mit 300 Frauen brennendes Stroh, kochendes Wasser und Pech über die Feinde gegossen haben. Heute ist das Tor, dem wegen Baufälligkeit mehrmals der Abriss drohte, nicht nur ein Nationaldenkmal, sondern auch eine der Sehenswürdigkeiten von der historischen Stadt Haarlem, mit dessen Fotos ich Dir viel Freude wünsche. 🙂













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