Nyhavn: Hafen und ältestes Vergnügungsviertel in Kopenhagen (Dänemark)

Isabella Mueller

Bei meinem letzten Besuch von der dänischen Hauptstadt Kopenhagen, machte ich von der Altstadt aus einen Abstecher in das älteste Vergnügungsviertel der Stadt, dem zentralen Hafen Nyhavn. Als Nyhavn wird der ungefähr 500 Meter lange Kanal vom Platz Kongens Nytorv bis zum Hafen bezeichnet, der ursprünglich in den 1670er Jahren von König Christian V. gegründet wurde. Er verbindet bis heute noch die Meeresenge Øresund mit der Innenstadt. Früher galt Nyhavn als geschäftiger Handelshafen, in dem Schiffe aus der ganzen Welt anlegten. Hier gab es Seeleute, Freudenmädchen, Bars und Kneipen. Einige der ehemaligen Kaufmannshäuser auf der südlichen Seite des Hafens sind heute immer noch Wohnhäuser. Das älteste noch erhaltene Haus ist die aus dem Jahr 1681 stammende Nummer 9. Mein erster Blick in Nyhavn fiel auf den Memorial Anchor. Dieser befindet sich am Fuße des Nyhavn-Kanals neben Kongens Nytorv und ist ein maritimes Denkmal in Kopenhagen, das an die zivilen Matrosen erinnert, die während des Zweiten Weltkriegs auf See getötet wurden. Hier wird bis heute mit Blumen und Kränzen an die Opfer gedacht. Ich war vom ersten Augenblick an verzaubert von diesem Hafen, der mit seinen bunten Giebelhäusern, Restaurants sowie seinen am Kai liegenden Traditionsschiffen eine einzigartige Atmosphäre bietet. Hier lebte schon der dänische Märchenerzähler Hans Christian Andersen und schrieb seine Märchen: „Das Mädchen mit den Streichhölzern“, „Der kleine Klaus und der große Klaus“ und „Die Prinzessin auf der Erbse“. Heute gilt Nyhavn nach seiner Neubelebung in den 1980er Jahren als lebhafte Flaniermeile und ist eine der Sehenswüdigkeiten in Kopenhagen. In Nyhavn herrscht lebhaftes Treiben, Verliebte bringen an den Brücken Liebesschlösser an, andere fotografieren die alten Piratenschiffe oder relaxen in einem der vielen Bars bei einem kalten Bier. Nyhaven bietet für jeden Geschmack etwas und ist ein idealer Ausgangspunkt um wundervolle Hafen- und Kanalrundfahrten mit den Ausflugsbooten zu unternehmen. Ich war begeistert beim Anblick der alten Segelschiffe und machte eine kleine Verschnaufpause in einem der vielen Cafés, die sich im Hafenviertel direkt aneinander reihen. Wer Kopenhagen besucht, der sollte hier unbedingt einen kleinen Abstecher machen. Hier trifft der Einheimische auf den Touristen und genießt den einmaligen Charme dieses Hafenviertels in einem der vielen Restaurants oder Bars. Ich wünsche Euch jetzt viel Freude mit meinen Fotos vom lebhaften Hafenviertel Nyhavn, das auch als das Herz von Kopenhagen, bezeichnet wird.  

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