Der Marokkanerbrunnen in Wien: Einem geschenkten Gaul schaut man nicht ins Maul!

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In Österreichs Hauptstadt Wien entdecke ich immer wieder Neues und Interessantes wie den wunderbar bunten Marokkanerbrunnen, der mit über 1.200 Mosaiksteinen verziert ist. Dieser sehr sehenswerte Brunnen befindet sich absolut versteckt im 3. Wiener Gemeindebezirk. Durch Zufall erblickte ich ihn während meiner Autofahrt und beschloss ihn aus nächster Nähe zu betrachten. Ich hatte Glück und fand schnell einen Parkplatz. Meine Inspektion des farbenprächtigen Brunnens, der ein Geschenk des damaligen Königs Hassan II. von Marokko an das österreichische Volk anlässlich der Tausendjahrfeier Österreichs war, konnte beginnen. Der Brunnen mit einem schmalen Dach, das von einer geschnitzten Holzkonstruktion getragen wird und drei Wasserläufe hat, die das Wasser in drei halbkreisförmige Becken fließen lassen, gilt als Symbol der langjährigen freundschaftlichen Beziehungen zwischen Österreich und Marokko. Seit 1999 steht dieser Brunnen im traditionellen marokkanischen Stil auf einem kleinen unscheinbaren Platz vor dem Anton-Schmid-Hof an der Ecke Marokkanergasse und Zaunergasse. Die Marokannergasse wurde 1790 auf diesen Namen getauft und gedenkt dem Besuch einer diplomatischen Abordnung aus Marokko, die zu einem erfolgreichen Abschluss eines Handels-, Friedens- und Freundschaftsvertrages zwischen Österreich und Marokko führte. Ich war begeistert von den kunstvollen Holzschnitzereien und dem sich darunter befindenden blau-weißen Mosaikband mit arabischen Inschriften. Dabei handelt es sich um die Widmung und einen Auszug aus einem Koranvers. Außerdem ist die Flagge Österreichs und Marokko abgebildet. Dank einer Erklärungstafel neben den Brunnen konnte ich durch die sich darauf befindende deutsche Übersetzung die arabischen Inschriften lesen. Der Marokkanerbrunnen wurde 2016 vollständig saniert und ist einer von Wiens 900 Brunnen, an denen jeder kühles und klares Wiener Hochquellwasser kostenlos trinken kann. Ich war überrascht, welche Schätze in Wiens Seitenstraßen verborgen sind. Aber wie stellte schon der legendäre chinesische Philosoph Laotse fest: „Wer nicht aufs Kleine schaut, scheitert am Großen!“ In diesem Sinne viel Freude mit meinen Fotos vom faszinierenden Marokkanerbrunnen in Wiens 3. Gemeindebezirk. 🙂

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