Die verschwundene Jupitergigantensäule

Isabella Mueller @isabella_muenchen Ladenburg

Manchmal finden sich Kunstschätze an den ungewöhnlichsten Orte wie die Jupitergigantensäule, die in einem antiken Brunnen in Ladenburg 1973 durch Zufall entdeckt wurde. Heute befindet sie sich im Lobdengau-Museum in Ladenburg. Ihre rekonstruierte Ausgabe steht vor dem Museum auf dem Bischofshof. Diese Säule, die schon über 1800 Jahre alt ist, konnte ich bei meinem Besuch der Römerstadt Ladenburg bewundern. Da wenig über die Geschichte der Säule bekannt ist, widmet sich das Projekt „Heika Musieke“ eine Kooperation zwischen der Universität Heidelberg und dem Karlsruher Institut für Technologie diesem Kulturerbe. Dieses Denkmal aus der Zeit des Römischen Reiches besitzt eine vier Meter hohe Säule aus gelben Keupersandstein, die von einem reitenden Jupiter bekrönt wird, der in seiner Rechten erhobenen Hand mit Blitzen bewaffnet einen schlangenfüßigen Giganten mit Keule niederreitet. Darunter befindet sich ein Jahreszeitenkapitell mit Frauenköpfen. Danach folgt die Säule mit blattartigen Schuppen als Lebensbaum sowie ein Zwischensockel mit Stifterinschrift, in der er den höchsten Gott bittet, den Guten zum Siege zu verhelfen. Die Basis für die Säule bildet ein Viergötterstein. Dieser zeigt auf der Vorderseite Juno, die Gemahlin des Jupiters. Die Rückseite ist Herkules gewidmet, den erfolgreichen Kämpfer gegen das Böse. Die Seiten stellen zu einem Minerva, die Göttin der Kriegskunst und der schönen Künste und zum anderen Merkur, den Schutzpatron der Kaufleute dar. Die Jupitergigantensäule ist ein faszinierendes Denkmal aus einer längst vergangen Zeit, das ein wunderbares kulturelles Erbe darstellt. Euch wünsche ich viel Freude mit meinen Fotos davon. 🙂

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