Tod durch Rädern

Isabella Mueller @isabella_muenchen Wien

Die letzte Hinrichtung durch die grausame Art des Räderns in Österreich fand am 10. März 1786 an dem adeligen Wiener Magistratsbeamten Franz Edler von Zahlheim statt und das unter Kaiser Josef II., der ein erklärter Gegner der Todesstrafe war. Diese war zugleich auch seine einzige Hinrichtung, die unter Kaiser Josef II. vollzogen wurde. Vielleicht lag es daran, dass ausgerechnet ein Adeliger, ein schändliches Verbrechen begangen hatte, das den ganzen Adel verunglimpfte. Aber der Reihe nach. Franz Edler von Zahlheim wurde um 1753 als Sohn einer angesehenen Beamtenfamilie geboren. Sein Großvater Raimund Sebastian Zaglauer war Bürger und Rat in Wien, der aufgrund seiner besonderen Verdienste 1719 als „Edler von Zahlheim“ in den erblichen Adelsstand erhoben wurde. Sein Sohn Johann Adam von Zahlheim war von 1737 bis 1740 der Bürgermeister von Wien. Franz Edler von Zahlheim schlug einen ähnlich erfolgreichen Werdegang wie sein Großvater und Vater ein. Bis 1774 war er Praktikant und später Kanzleianwärter beim Magistrat der Stadt Wien. Anfangs noch ohne Gehalt. Erst ab 1783 bekam er als Kanzleibeamter 400 Gulden Jahresgehalt. Dieses reichte jedoch nicht um seinen extravaganten Lebensstil zu finanzieren. Seine Spielsucht und seine zahlreichen Frauengeschichten brockten ihm eine Menge Schulden ein. Deshalb bandelte er mit einer älteren, unverheirateten und angeblich schwer vermögenden Frau namens Ludmilla an, die aber seine Schulden nicht bezahlen wollte. Aus diesem Grund entwendete Zahlheim heimlich ihren Schlüssel, um in ihre Wohnung einzubrechen und Bargeld sowie wertvolle Gegenstände zu stehlen. Dies tat er am 28. Januar 1786 als Ludmilla außer Haus war. Als diese am nächsten Tag den Diebstahl bemerkte, war ihr sofort klar, dass nur Zahlheim dahinter stecken konnte. Wutentbrannt begab sie sich auf den Weg zu Zahlheims Haus in der Elendsbastei Nr. 1170 und brach dort kurzerhand ein. Sie stieg auf den Dachboden, um nach ihren Sachen zu suchen. Zahlheim hatte dies beobachtet und war ihr auf den Dachboden gefolgt. Als Ludmilla eine Truhe durchwühlte, stach er auf sie ein und schnitt ihr die Kehle durch. Dann versteckte er ihre Leiche in der Truhe. Einige Angehörige gaben nach ein paar Tagen eine Vermisstenanzeige auf. Schnell geriet Zahlheim in Verdacht mit Ludmillas Verschwinden etwas zutun zu haben, weshalb er im Rathaus in der Wipplinger Straße vom Wiener Bürgermeister Josef Georg Hörl verhört wurde. Er verstrickte sich dabei in Widersprüche und wurde inhaftiert. In der Zwischenzeit wurde sein Haus durchsucht, wo einige gestohlene Wertgegenstände, die von Ludmilla stammten, sichergestellt wurden. Erneut wurde Zahlheim verhört, der unter der erdrückenden Beweislast ein vollständiges Geständnis ablegte. Daraufhin wurde Zahlheim wegen schweren Diebstahls und meuchlerischen Raubmord nach Artikel 90 Paragraph 8 der Constitutio Criminalis Theresiana zum Tod durch das Rad verurteilt. Darüber hinaus wurden ihm seine Adelstitel aberkannt. Am 10. März 1786 wurde Franz von Zahlheim auf den Gerichtsplatz des Hohen Markts geführt, wo ihm öffentlich das Urteil vorgelesen wurde. Danach wurde er auf den Wagen gesetzt und mit einer glühenden Zange wurde ihm in die rechte Brust gezwickt. Dann fuhr der Wagen zur Freiung, wo er einen gleichen Zwick in die linke Brust erhielt. Anschließend wurde er auf die Richtstätte zum Rabenstein in der Rossau gebracht. Zahlheim wurden vom Freimann Adam Korzer und dessen Knechten die Arme und Beine mit Pflöcken fixiert. Dann wurde das Rad über ihn geschwungen, um seine Knochen zu brechen. Zahlheim bekam einen sogenannten Gnadenstoß in die Herzgegend, was einen schnellen Tod bedeutete, da er sich reuig gezeigt hatte. Deshalb wurde er nicht von unten nach oben gerädert. Anschließend wurde Zahlheim aufs zweite Rad geflochten. Dieses wurde auf einen Pflock aufgerichtet und darüber ein Galgen mit Strang befestigt, der symbolisierte, dass Zahlmann nicht nur wegen meuchlerischen Raubmord, sondern wegen schweren Diebstahls verurteilt worden war. Insgesamt wurde für die Hinrichtung von Franz Edler von Zahlheim 12 Gulden und 29 Kreuzer verrechnet. Noch heute zeugen von dieser Hinrichtung Dokumente, die im Kriminalmuseum in Wien ausgestellt sind. Dir wünsche ich viel Freude mit meinen Fotos vom Alten Wiener Rathaus in der Wipplinger Straße, wo einst Franz Edler von Zahlheim im Verhör den räuberischen Mord an Ludmilla gestanden hatte. 🙂


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Herzlich Willkommen auf meiner Reise durch Kreativität und Entdeckung! Mein Name ist Isabella Mueller, und ich lade euch ein, die faszinierenden kreativen Universen zu erkunden, die ich durch meine Blogs erschaffe. Seit 2020 widme ich meine Leidenschaft dem Erzählen fesselnder Geschichten, die mysteriös, historisch und emotional sind. Es ist mein Ziel, nicht nur zu unterhalten, sondern auch zum Nachdenken anzuregen und den Entdeckergeist in jedem von uns zu wecken. Auf isabellas.blog kombiniert sich die Spannung von Kriminalgeschichten mit aufregenden Reisetipps. Stellt euch vor, ihr wandert durch malerische Straßen einer neuen Stadt und ergründet dabei dunkle Geheimnisse, die in den Schatten ihrer Geschichte verborgen liegen. Jedes Stück auf meinem Blog ist so konzipiert, dass es das Herz eines jeden Krimi-Fans höherschlagen lässt und gleichzeitig die Neugier auf unbekannte Orte weckt. Hier seid ihr eingeladen, den Nervenkitzel des Unbekannten und die Schönheit unserer Welt zu erleben – eine perfekte Kombination für alle Abenteuerlustigen! In meinem zweiten Blog, akteq.com, dreht sich alles um wahre, ungelöste Kriminalgeschichten. Unter dem Motto „akteQ: Cold Case Stories“ enthülle ich die unheimlichen und oft tragischen Geschichten hinter ungelösten Fällen. Gemeinsam können wir die Rätsel der Vergangenheit erforschen und tief in die menschliche Psyche eintauchen. Was geschah wirklich? Wer waren die Menschen hinter diesen mysteriösen Ereignissen? In diesem Blog lade ich euch ein, Fragen zu stellen und die Antworten zu finden, die oft im Dunkeln liegen. Ein weiteres spannendes Kapitel meiner Bloggerlaufbahn findet ihr auf thecastles.org. Hier beginne ich eine zauberhafte Reise durch die Geschichte der Burgen und Schlösser. Haltet inne, während ihr die Geschichten entdeckt, die in den Mauern dieser alten Gemäuer verborgen sind. „Explore the enchantment, discover the history – your journey begins at thecastles.org!“ Diese Worte sind mehr als nur ein Slogan; sie sind eine Einladung an alle, die Geschichte und Magie miteinander verbinden möchten. Lasst euch von den beeindruckenden Erzählungen und der Faszination vergangener Epochen inspirieren! Aber das ist noch lange nicht alles! Auf kripo.org erwartet euch ein umfassendes Onlinemagazin für echte Kriminalfälle. Taucht ein in die Welt des Verbrechens, erfahrt von den realen Geschichten hinter den Schlagzeilen und den Menschen, die sich mit der Aufklärung beschäftigen. Mit criminal.energy entführe ich euch in die packenden Erzählungen wahrer Verbrechen, in denen Bösewichte gejagt, gefasst und verurteilt werden. Die Suche nach Gerechtigkeit und die Konfrontation mit dem Unbekannten stehen im Mittelpunkt. Mit TrueCrime Blog 187.news geht’s in die Abgründe des Verbrechens. Und für all jene, die die Welt bereisen wollen, bietet wanderlust.plus die Möglichkeit, die Welt, ein Abenteuer nach dem anderen, zu erkunden. Hier geht es um die Liebe zur Erkundung und die Freude, neue Kulturen und Landschaften zu entdecken. Schließlich lädt truecrime.ch dazu ein, die dunklen Seiten der Schweiz und Europas zu entdecken: wahre Verbrechen, wahre Geschichten. Lasst uns gemeinsam die Geschichten entdecken, die die Welt um uns herum prägen. Ich freue mich darauf, euch auf dieser aufregenden Reise zu begleiten und hoffe, dass ihr viele unvergessliche Momente mit mir teilen werdet!