Eroberung des Römischen Reiches: Besuch der Römerstadt Trier

Isabella Mueller @isabella_muenchen

Mein Trier – Besuch der ältesten Stadt Deutschland hatte mir richtig Spaß gemacht. Denn nirgendwo sonst nördlich der Alpen ist die Römerzeit so authentisch erlebbar wie in Trier. Trier ist für mich das Zentrum der Antike. Einst zählte Trier zu den größten Metropolen des Römischen Reiches. Als blühendes Handelszentrum und Verwaltungssitz wurde die Stadt in der Spätantike Residenz der Kaiser im westlichen Teil des Römischen Reiches. Trier vereint UNESCO-Welterbestätten, römische Baudenkmäler und archäologische Funde zu einem unvergleichlichen Einblick in die römische Stadt- und Alltagskultur. Ich begab mich zusammen mit meiner Freundin auf Entdeckungsreise der Stadt Trier. Trier, gegründet als Augusta Treverorum 17 v. Chr. hat ganze neun UNESCO-Welterbestätten: Barbarathermen Porta Nigra, Kaiserthermen, Amphitheater, Konstantin-Basilika, Römerbrücke, Igeler Säule, sowie der Trierer Dom und die Liebfrauen-Basilika. Unser erster Weg führte uns zum kolossalen Stadttor und Wehranlage, der Porta Nigra. Das römische Stadttor ist das Wahrzeichen Triers und wir bekamen bei seiner Besichtigung spannende Einblicke in die römische Vergangenheit und in die Baugeschichte des am besten erhaltenen Stadttors nördlich der Alpen. Danach besuchten wir das Amphitheater, das im 2. Jahrhundert n. Chr. erbaut wurde und für 18 000 Zuschauer Platz bot. Seine Arena war beliebter Schauplatz oft blutrünstiger Unterhaltungsprogramme. Ich war beeindruckt von den Kammern der Gladiatoren und wilden Tiere, die sich am Rande der Arena befanden. Unsere nächste Station „die Kaisertherme“ führte uns an der Konstantin-Basilika, dem kaiserlichen Thronsaal und heutiger evangelische Kirche, sowie am Kurfürstlichen Palais mit seinem wunderschönen Palastgarten vorbei. Diesen Palastgarten hat die Stadt Trier dem Schalk Franz Weißebach zu verdanken. Dieser vermachte sein Vermögen testamentarisch der Stadt Trier, allerdings mit der Auflage, dass von diesem Geld ein Krematorium gebaut werden müsse. Sollte diesem Anliegen im Stadtrat fünf Mal nicht stattgegeben werden, so könnte mit Hilfe seines Erbes ein Volksgarten angelegt werden. Da die Stadtverwaltung dem Antrag zum Bau eines Krematoriums in den Jahren 1926 bis 1930 in der Tat fünf Mal nicht nachkam, wurde das Geld anschließend für die Gestaltung des Palastgartens verwendet. Wir waren begeistert von dieser grünen Naherholungsoase mitten in der Stadt. Nach kurzen Verweilen im Park, schlenderten wir gemütlich zu den Kaiserthermen. Dieses spätantike Bauwerk steht für die Zeit des 4. bis 5. Jahrhunderts. Anhand einer spannenden Filmanimation wurde diese Epoche illustriert, in der Trier Kaiserresidenz und damit eine der wichtigsten Metropolen des römischen Imperiums war. Besonders faszinierend fand ich das unterirdische Labyrinth von Bedienungsgängen der gewaltigen Ruinen. Nach diesem Besuch gönnten wir uns ein leckeres Essen in der Weinstube Zum Domstein, das nach dem ältesten erhaltenen Kochbuch der römischen Antike original römische Gerichte zubereitet. Dazu tranken wir edle Moselweine, bevor wir uns zu den Barbarathermen aufmachten. Diese monumentalen Therme aus dem 2. Jahrhundert n. Chr. waren mit einer Größe von mehr als 4 Hektar, was etwa 6 Fußballfeldern entspricht, die zweitgrößte Badeanlage des gesamten Römischen Reiches und eine Wellness-Oase für seine Besucher. Wir erlebten dieses Thermengelände über einen Besuchersteg mit neun Stationen. Danach gönnten wir uns eine Verschnaufpause in der Altstadt Triers und weckten unsere müden Lebensgeister mit einer Shoppingtour durch die Trier Galerie. In über 70 Shops auf drei Etagen wurde nach Herzenslust geshoppt, bevor wir mit einem Glas Sekt auf unseren ersten Tag an der Hotelbar anstießen. Am zweiten Tag machten wir uns zum Karl-Marx-Haus auf. Wir besichtigten das Geburtshaus von Karl Marx und bekamen bei einem Rundgang durch sein Haus dank der Dauerausstellung „Von Trier in die Welt: Karl Marx, seine Ideen und ihre Wirkung bis heute“ Einblicke in sein Leben und Wirken. Nach dem spannenden Museumsbesuch entdeckten wir die Karl Marx-Ampel mit den in rot und grün leuchtenden mit Rauschbart und Gehrock ausgestatteten Ampelmännchen des Trierer Philosophen Karl Marx. Danach besuchten wir die Therme am Viehmarkt, in denen archäologische Zeugnisse einer römischen Badeanlage ebenso wie die Reste eines Klosters freigelegt sind. Die Funde verschiedener Bauphasen gaben uns Einblicke in die Stadtgeschichte Triers. Wir konnten die konservierten Stücke in einem beeindruckenden Glasbau des Architekten Oswald M. Ungers, in dem auch regelmäßig Veranstaltungen stattfinden, bestaunen. Als nächste Sehenswürdigkeit besuchten wir die Römerbrücke, die zur Stadtgründung Triers 17 v. Chr. erbaut wurde und noch heute in Gebrauch ist. Danach stand die Besichtigung des Trierer Doms und der Liebfrauen-Basilika an. Diese Doppelkirchenanlage römischen Ursprungs beeindruckte uns sehr, vor allem die Liebfrauen-Basilika empfand ich als besonderes architektonisches Juwel filigraner Schönheit der französischen Hochgotik. Wir waren überwältigt von den Sehenswürdigkeiten der Stadt Trier. Nach einer kurzen Pause im Hotel machten wir uns abends nochmals auf den Weg in die Stadt, um uns als krönenden Abschluss unseres Trier-Aufenthalts einen leckeren Tropfen Mosel-Wein am Weinstand am Hauptmarkt zu gönnen. Der Weinstand am Hauptmarkt ist ein beliebter Treffpunkt von Einheimischen und Touristen. Hier wird bis spätabends in geselliger Runde bei einem guten Glas Wein über Gott und die Welt philosophiert. Wir genossen das lockere Beisammensein in vollen Zügen und ließen so unseren letzten Tag in Trier ausklingen. Wie heißt es so treffend: „Der beste Wein, ist der, den wir mit Freunden trinken!“ . In diesem Sinne viel Freude mit meinen Fotos von der schönen Römerstadt Trier. 🙂

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