Zeitgenössische afrikanische Skulpturen im Schlossgarten

Isabella Müller Schloss Heidelberg @isabella_muenchen

Bei meiner Autofahrt nach Heidelberg kam ich am kleinen Ort Gauangelloch vorbei. Dort entdeckte ich am Ortsausgang ein Schild mit Aufschrift Galerie am Schlosspark. Ich hatte noch nicht einmal gewusst, dass es in Gauangelloch ein Schoss mit einem Schlosspark gibt, aber man lernt bekanntlich nie aus. Mein Interesse war geweckt und ich parkte mein Auto in einer Seitenstraße, um mir die Galerie im Schlosspark anzusehen. Zu Fuß ging ich an einem Feldweg, an dem ein Pferdegehege angrenzte, entlang. Nach einer Weggabelung erblickte ich den Schlosspark mit der außergewöhnlichen Galerie. Die sogenannte Bettendorffsche Galerie im kleinen Schlosspark besteht aus zeitgenössischen afrikanischen Skulpturen afrikanischer Künstler. Ich war beeindruckt von den faszinierenden Skulpturen im Park und forschte per Smartphone über die Geschichte des Schlossparks nach. Erstmals urkundlich erwähnt wurde die Burg 1369. Im 15. Jahrhundert gelangte die einstige Wasserburg in den Besitz der Freiherren von Gauangelloch. Daher stammt auch ihr heutiger Name Bettendorfsches Schloss. Im 30-jährigen Krieg wurde die Burg zerstört und 1665 wieder aufgebaut. Die Burg zerfiel in den darauffolgenden Jahren immer mehr und wurde schließlich 1823 abgebrochen. Eine Kapelle wurde errichtet. Heute dient das ehemalige Wohngebäude und der kleine Schlossgarten als Galerie für die Skulpturen aus 2,6 Milliarden alten Vulkangestein, dem Serpentinstein. Die Skulpturen im Park sind die weltweit größte Sammlung an Shona-Skulpturen, die nach der größten Bevölkerungsgruppe Simbabwes benannt sind. Auch Ausstellungen im Musée Rodin Paris, dem Museum of Modern Art in New York sowie die Biennale in Venedig widmen sich dieser afrikanischen Kunst. Seit 1993 gibt es im Schlossgarten und Wohngebäude Ausstellungen zeitgenössischer Kunst Simbabwes, deren Präsentation sich die Galerie zur Aufgabe gesetzt hat. Darüber hinaus zeigt die Galerie vielfältige Ausstellungen über das Jahr mit unterschiedlichsten Künstlern, Malern und Bildhauern aus verschiedenen afrikanischen Ländern. Somit schafft die Bettendorffsche Galerie diversen Künstlern ein Forum, um ihre Werke in Europa zu präsentieren und sich in ihrem Land als Künstler zu etablieren. Auch Werke europäischer Künstler mit Schwerpunkt auf Afrika werden in der Galerie ausgestellt. Ich fand die Skulpturen so bemerkenswert, dass ich ihnen diesen Blogeintrag gewidmet habe. Euch wünsche ich einfach viel Freude mit meinen Fotos davon. 🙂

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