Die gotische Malteserkirche inmitten der pulsierenden Wiener Shoppingmeile

Isabella Müller Wien @isabella_muenchen

Inmitten der Kärtner Straße, der Fußgängerzone und Shoppingweile im Herzen Wiens, befindet sich die Malteserkirche. Der Orden der Malteser, die sich ursprünglich der Krankenpflege und später auch der Verteidigung des Glaubens und des heiligen Landes widmeten, wurden um 1200 von Leopold VI. nach Wien geholt. Im Jahr 1265 bauten sie eine Kapelle und ein kleines Pilgerhaus, nachdem die erste Kirche am 27. August beim Stadtbrand komplett niedergebrannt war. Die Kapelle war dem Heiligen Johannes dem Täufer. Anstelle der Kapelle wurde 1340 eine gotische Kirche errichtet. Im Zuge der Renovierung in den Jahren 1806 bis 1808 unter Graf Colloredo entstand eine Empirefassade mit korinthischen Pilaster, einer Attika, einem Dreiecksgiebel mit Relief der Taufe Christi und einem Glockenturm. Im Jahr 1857 bekam die Kirche Buntglasfenster. Der Malteserordern geriet durch die finanziellen Belastungen aus dem Ersten Weltkrieg in eine finanzielle Krise und musste die Kirche sowie den seitlich an die Kirche angrenzenden Johanneshof verkaufen. Erst 1960 konnte die Kirche zurückgekauft werden und eine Generalsanierung erfolgte 1998. An dieser Kirche bin ich gefühlt schon mehrere hundert Male vorbeigelaufen ohne wirklich Notiz von ihr zunehmen. Doch diesmal blieb ich unbewusst vor ihr stehen und stattete ihr spontan einen Besuch ab. Durch ihr Portal gelangte ich in den einschiffigen Kirchenraum mit einer dreijochigen Einteilung und Kreuzrippengewölbe. Mein erster Blick fiel auf den klassizistischen Hochaltar mit den Statuen der Apostel Petrus und Paulus und dem Gemälde von Johann Georg Schmidt. Zwischen den Statuen befindet eine barocke Kopie der Mariazeller Gnadenstatue. Besonders beeindruckte mich das Marmordenkmal, das Jean de la Valette-Paresot darstellt, umringt von zwei gefesselten Türken. Jean de la Valette-Paresot war von 1557 bis 1568 Großmeister des Johanniterordens und verteidigte die Insel Malta gegen die Türken. Der Orden erhielt aus Dankbarkeit von Kaiser Karl V. ab 1530 die Insel Malta als Lehen gegen die Jahresabgabe eines Falken. Seit dieser Zeit wurden die Johanniter als Malteser bezeichnet. Ein weiteres Highlight der Kirche ist die maßwerkgeschmückte Sonnholz-Orgel mit gotischen Schlussstein unter der Orgelempore. Bemerkenswert sind auch die 40 Wappenschilder, die die Geschichten vom Kardinal, fünf Großprioren, dem Großkomtur, den Kommandeuren und den Baillis erzählen. Ich war wirklich beeindruckt von dieser römisch-katholischen Kirche, die unter Denkmalschutz steht und in der überall im Innenraum das achtspitzige Malteserkreuz zu finden ist, achtet einfach darauf, wenn ihr die Kirche besichtigt. Die kurze Stippvisite der Kirche bescherte mir eine angenehme Auszeit vom Großstadttrubel. Euch wünsche ich viel Freude mit meinen Fotos dieser beeindruckenden Kirche mitten in der belebten Kärntner Straße. 🙂


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Herzlich Willkommen auf meiner Reise durch Kreativität und Entdeckung! Mein Name ist Isabella Mueller, und ich lade euch ein, die faszinierenden kreativen Universen zu erkunden, die ich durch meine Blogs erschaffe. Seit 2020 widme ich meine Leidenschaft dem Erzählen fesselnder Geschichten, die mysteriös, historisch und emotional sind. Es ist mein Ziel, nicht nur zu unterhalten, sondern auch zum Nachdenken anzuregen und den Entdeckergeist in jedem von uns zu wecken. Auf isabellas.blog kombiniert sich die Spannung von Kriminalgeschichten mit aufregenden Reisetipps. Stellt euch vor, ihr wandert durch malerische Straßen einer neuen Stadt und ergründet dabei dunkle Geheimnisse, die in den Schatten ihrer Geschichte verborgen liegen. Jedes Stück auf meinem Blog ist so konzipiert, dass es das Herz eines jeden Krimi-Fans höherschlagen lässt und gleichzeitig die Neugier auf unbekannte Orte weckt. Hier seid ihr eingeladen, den Nervenkitzel des Unbekannten und die Schönheit unserer Welt zu erleben – eine perfekte Kombination für alle Abenteuerlustigen! In meinem zweiten Blog, akteq.com, dreht sich alles um wahre, ungelöste Kriminalgeschichten. Unter dem Motto „akteQ: Cold Case Stories“ enthülle ich die unheimlichen und oft tragischen Geschichten hinter ungelösten Fällen. Gemeinsam können wir die Rätsel der Vergangenheit erforschen und tief in die menschliche Psyche eintauchen. Was geschah wirklich? Wer waren die Menschen hinter diesen mysteriösen Ereignissen? In diesem Blog lade ich euch ein, Fragen zu stellen und die Antworten zu finden, die oft im Dunkeln liegen. Ein weiteres spannendes Kapitel meiner Bloggerlaufbahn findet ihr auf thecastles.org. Hier beginne ich eine zauberhafte Reise durch die Geschichte der Burgen und Schlösser. Haltet inne, während ihr die Geschichten entdeckt, die in den Mauern dieser alten Gemäuer verborgen sind. „Explore the enchantment, discover the history – your journey begins at thecastles.org!“ Diese Worte sind mehr als nur ein Slogan; sie sind eine Einladung an alle, die Geschichte und Magie miteinander verbinden möchten. Lasst euch von den beeindruckenden Erzählungen und der Faszination vergangener Epochen inspirieren! Aber das ist noch lange nicht alles! Auf kripo.org erwartet euch ein umfassendes Onlinemagazin für echte Kriminalfälle. Taucht ein in die Welt des Verbrechens, erfahrt von den realen Geschichten hinter den Schlagzeilen und den Menschen, die sich mit der Aufklärung beschäftigen. Mit criminal.energy entführe ich euch in die packenden Erzählungen wahrer Verbrechen, in denen Bösewichte gejagt, gefasst und verurteilt werden. Die Suche nach Gerechtigkeit und die Konfrontation mit dem Unbekannten stehen im Mittelpunkt. Mit TrueCrime Blog 187.news geht’s in die Abgründe des Verbrechens. Und für all jene, die die Welt bereisen wollen, bietet wanderlust.plus die Möglichkeit, die Welt, ein Abenteuer nach dem anderen, zu erkunden. Hier geht es um die Liebe zur Erkundung und die Freude, neue Kulturen und Landschaften zu entdecken. Schließlich lädt truecrime.ch dazu ein, die dunklen Seiten der Schweiz und Europas zu entdecken: wahre Verbrechen, wahre Geschichten. Lasst uns gemeinsam die Geschichten entdecken, die die Welt um uns herum prägen. Ich freue mich darauf, euch auf dieser aufregenden Reise zu begleiten und hoffe, dass ihr viele unvergessliche Momente mit mir teilen werdet!