In vino veritas

Isabella Müller Heilbronn Ludwigsburg @isabella_muenchen

Zwischen Heilbronn und Ludwigsburg am Rande des Zabergäus und Strombergs gelegen, befindet sich die Stadt Bönnigheim, in der seit dem 8. Jahrhundert Weinanbau betrieben wird. Bönnigheim bekam 1284 die Stadtrechte verliehen und fing sodann mit dem Ausbau der Stadt an. Es entstand eine mächtige Stadtmauer mit vier Türmen an jeder Ecke um die Stadt. Danach begann durch Erbschaft, Heirat und Kauf das sogenannte Ganerbentum, wodurch Bönnigheim über 450 Jahre lang in vier unterschiedliche Herrschaften aufgeteilt war. Der Weinanbau war eine bedeutende wirtschaftliche Einnahmequelle und so besaß jeder der vier Hauptganerben nicht nur ein Viertel in der Stadt, sondern auch seine eigene Kelter. Die Keltern der Herren von Neippberg und Gemmingen befanden sich am Kelterplatz, während die Keltern der Herren von Sachsenheim und Liebenstein sowie das Bandhaus des Küfers sich auf dem Burgplatz befanden. An ihrer Stelle steht heute die 1949/50 erbaute Genossenschaftskelter, deren Uhrtürmchen das Wappen der vier Ganerben trägt und so von der langen Weinanbautradition zeugt. Bis heute stellt der Weinanbau einen wichtigen Wirtschaftszweig dar und auf den sonnigen Hängen wird überwiegend Lemberger kultiviert. Die Bönnigheimer Weine sind über die Landesgrenzen hinaus für ihre gute Qualität bekannt und werden sowohl von der Winzergenossenschaft Stromberg-Zabergäu als auch von privaten Weingütern erzeugt. Bei meinem historischen Rundgang durch die Altstadt wurde mir die Weinkultur anhand von Informationstafeln erlebbar gemacht und ich musste dabei an die Worte von dem amerikanischen Schriftsteller Robert Louis Stevenson denken: „Wein ist Poesie in Flaschen!“. Na dann Cheers! In diesem Sinne viel Freude mit meinen Fotos der Genossenschaftskelter am Burgplatz in Bönnigheim. 🙂

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