Der Rebell unter den griechischen Göttern

Piräus ist eine wunderschöne griechische Hafenstadt, deren Hafen schon seit der Antike existiert und der größte Seehafen Griechenlands ist. Dieser teilt sich in die Häfen Kantharos, den zentralen Hafen, den luxuriösen Yachthafen Zea und den kleinen Hafen Mikrolimano auf. Die Hafenstadt blickt auf eine lange Geschichte zurück, die bis ins antike Griechenland zurückreicht, das nur so von Sagen, Mythen, Helden und Götter wimmelt. Einer dieser Götter ist in der griechischen Mythologie der Titan Prometheus, der als Menschenfreund und Rebell gilt. Dieser unsterbliche Titanen-Gott wurde als Sohn des Titanen Iapetos und der Okeannide Klymene geboren. Als weiser Vordenker schloss er sich dem olympischen Gott Zeus an, der die Titanen und Kronos, seinen Vater, stürzen wollte, um selbst die Herrschaft über die Welt zu gelangen. Prometheus konnte dadurch frei auf der neu geschaffenen Erde wandeln, auf der einzig Geschöpfe fehlten, die mit ihrem Geist die neu geschaffene Welt beherrschen konnten. Darum schuf er aus Ton Menschen, denen die Göttin Athene mit ihrem Atem den Geist einhauchte. Prometheus wurde zum Freund und Lehrmeister der Menschen, denen er alles beibrachte, was sie zum Leben brauchten. Eines jedoch konnten sie nur von den Göttern erhalten und das war das Feuer. Die Götter versprachen die Menschen zu beschützen, wenn diese sie verehren und sprichwörtlich vergöttern würden. Dabei fungierte der rebellische Prometheus als Stellvertreter der Menschen, der den Göttern ihre Opfergaben überbringen sollte. Doch als dieser einen Stier den Göttern von den Menschen als Opfergabe überreichen sollte, wollte er als Menschenfreund das gute Fleisch des Stieres nicht den Göttern überlassen, da die Menschen es viel eher benötigten. Darum griff er zu einer List, in dem er die nutzlosen Knochen und Sehnen mit dem Fett des Tieres tarnte und zu einem großen Haufen stapelte. Aus dem kostbaren Fleisch und den Innereien machte er einen kleinen Haufen, auf den er den Magen legte. Zwar hatte Zeus die List durchschaut, wählte aber trotzdem den großen Haufen, um so die Menschen für ihren Betrug bestrafen zu können. Denn er verwehrte ihnen daraufhin das Feuer. Dieses stahl jedoch Prometheus mit Hilfe der Göttin Athene, die ihm einen Stiel eines Riesenfenchels gab und ihn zum Olymp hinauf geleitete. Diesen Stiel entzündete er am vorbeifahrenden und funkensprühenden Wagen des Sonnengottes Helios. Die brennende Fackel brachte er zu den Menschen auf die Erde. Dies erzürnte Zeus sehr, der auf Rache sann. Er ließ vom Gott des Feuers Hephaistos eine Jungfrau namens Pandora mit einer Büchse schmieden, die mit allerlei Unheil gefüllt wurde. Die Jungfrau ging mit dieser Büchse zu Prometheus Bruder Epimetheus, der diese wie erwartet öffnete und alles Unheil strömte aus ihr und brachte den Menschen Hunger, Krankheit und Schmerz. Noch bevor die Hoffnung aus der Büchse entweichen konnte, schloss Pandora diese wieder. Doch dies war Zeus nicht Rache genug. Hephaistos musste eine schwere, unlösbare Eisenkette anfertigen mit der er Prometheus an einen Felsen über einen Abgrund im Kaukasus ankettete. Der Titan musste dort ohne Nahrung und schlaf ausharren und jeden Tag kam der Adler Ethon und fraß von seiner Leber. Da Prometheus unsterblich war, erneuerte sich seine Leber über Nacht und so erlitt er jeden Tag unsagbare Qualen. Sein Leiden würde erst ein Ende haben, wenn ein Unsterblicher freiwillig für ihn sein Leben ließ. Dieser jemand war nach vielen Jahren die ins Land strichen der Zentaur Chiron, der durch einen Giftpfeil verwundet worden war und wegen diesem Sterben wollte. Doch zuvor tötete der berühmte Halbgott Herkules den Adler und befreite Prometheus. Danach brachte sich der unsterbliche Chiron um, den Zeus als Sternbild am Himmel verewigte. Prometheus war befreit, musste aber einen Ring aus Eisen tragen, an dem sich ein Stein aus dem Kaukasus befand. So konnte sich der oberste olympische Gott Zeus rühmen, dass Prometheus immer noch am Stein im Kaukasus gefesselt sei. So die Legende s Prometheus, dessen Schicksal der deutsche Dichterfürst Johann Wolfgang von Goethe in seiner gleichnamigen Hymne verewigte. Euch wünsche ich viel Freude mit meinen Fotos der griechischen Hafenstadt Piräus, die das größte Handelszentrum Griechenlands und der verkehrsreichste Hafen von ganz Europa ist. 🙂

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