Der hinterhältige Mord in der Leipziger Thomaskirche

Isabella Mueller @isabella_muenchen Leipzig

Die Thomaskirche ist zusammen mit der Nikolaikirche eine der zentralen Kirchen in Leipzigs Innenstadt, die jahrelang Wirkungs- und heutige Ruhestätte von Johann Sebastian Bach ist. In dieser weltberühmten Kirche ereignete sich am 10. Dezember 1307 ein hinterhältiger Mord an dem Markgraf Dietrich III., Diezmann genannt. Dieser war ein begnadeter Feldherr, der zusammen mit seinem Bruder den Markgraf Friedrich mit Unterstützung von Heinrich von Braunschweig am 31. Mai 1307 in der Schlacht bei Lucka das Heer des römisch-deutschen Königs Albrecht I. aus dem Hause Habsburg besiegte. Aus Rache, dass sich die Stadt und das Kloster Pegau dem König angeschlossen hatten, wurden diese nach dem Sieg der Markgrafen geplündert und von Diezmann in Brand gesetzt. Am 25. Dezember ritt der Markgraf Diezmann, der den Winter in Leipzigs Pleißenburg verbrachte, durch Leipzigs Gassen. Ihm war von seinem Beichtvater wegen seiner Sünden der Besuch von drei Messen auferlegt worden. Zuerst besuchte er die Kapelle Hainsthor, dann die Paulinerkirche, um danach an der Frühmesse des heiligen Weihnachtsfestes in der Thomaskirche teilzunehmen. Er ritt dabei ohne Begleitung, einzig sein treuer Schildknappe folgte ihm von Weitem. Als er mit seinem Ross an der Nikolaikirche vorbeiritt, schlug dieses plötzlich mit seinem Huf gegen die Kirchmauer, so dass ein Hufeisen von seinem Huf fiel. Das abgefallene Hufeisen war fast schon als Zeichen zu verstehen, dass das Pferd seinen Markgrafen nicht zur Thomaskirche bringen wollte, da dort wenig später etwas Schreckliches passieren würde. Noch heute zeugt von dieser Begebenheit das Hufeisen, das an der Kirchmauer der Nikolaikirche befestigt wurde. Als der Markgraf Diezmann an der Thomaskirche angekommen war, stieg er vom Pferd und ging in den Chor. Er kniete sich hin, um zu beten. In diesem Moment traf ihn ein heimtückischer Dolchstoß von hinten. Bevor er zusammensank, rief er „Gewalt! Gewalt!“. Der sterbende Markgraf wurde in die Pleißenburg gebracht, wo er noch in der Nacht starb. Der Meuchelmörder wurde unterdessen von den Kirchgängern überwältigt und in den Folterkeller gebracht. Er wurde mit Ruten ausgepeitscht, sämtliche Finger wurden gebrochen, Gelenke verdreht und das Fleisch wurde ihn mit glühenden Zangen aus den Muskeln gerissen. Doch der Attentäter blieb stumm, weder Motiv noch Auftraggeber nannte er. Nachdem seine Arme und Beine gerädert worden waren, legte ihn der Henker lebendig auf das Rad bis sein Leben ausgehaucht war. Vermutet wurde, dass hinter dem Anschlag auf den Markgraf Diezmann der besiegte Albrecht von Habsburg sowie der Abt des niedergebrannten Klosters von Pegau gesteckt haben sollen. Der Markgraf Diezmann wurde im Kirchenchor des Dominikanerklosters zu Leipzig beigesetzt. Fortan wurde sein Bruder Markgraf Friedrich alleiniger Herrscher über die Mark Meißen und die Landgrafschaft Thüringen. Nach dem Attentat prägte sich in der Bevölkerung folgendes Sprichwort: “ Eine zweite Messe gut zur Not, doch eine dritte bringt den Tod.“ In diesem Sinne wünsche ich Dir viel Freude mit meinen Fotos von der faszinierenden Thomaskirche in Leipzig. 🙂


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Herzlich Willkommen auf meiner Reise durch Kreativität und Entdeckung! Mein Name ist Isabella Mueller, und ich lade euch ein, die faszinierenden kreativen Universen zu erkunden, die ich durch meine Blogs erschaffe. Seit 2020 widme ich meine Leidenschaft dem Erzählen fesselnder Geschichten, die mysteriös, historisch und emotional sind. Es ist mein Ziel, nicht nur zu unterhalten, sondern auch zum Nachdenken anzuregen und den Entdeckergeist in jedem von uns zu wecken. Auf isabellas.blog kombiniert sich die Spannung von Kriminalgeschichten mit aufregenden Reisetipps. Stellt euch vor, ihr wandert durch malerische Straßen einer neuen Stadt und ergründet dabei dunkle Geheimnisse, die in den Schatten ihrer Geschichte verborgen liegen. Jedes Stück auf meinem Blog ist so konzipiert, dass es das Herz eines jeden Krimi-Fans höherschlagen lässt und gleichzeitig die Neugier auf unbekannte Orte weckt. Hier seid ihr eingeladen, den Nervenkitzel des Unbekannten und die Schönheit unserer Welt zu erleben – eine perfekte Kombination für alle Abenteuerlustigen! In meinem zweiten Blog, akteq.com, dreht sich alles um wahre, ungelöste Kriminalgeschichten. Unter dem Motto „akteQ: Cold Case Stories“ enthülle ich die unheimlichen und oft tragischen Geschichten hinter ungelösten Fällen. Gemeinsam können wir die Rätsel der Vergangenheit erforschen und tief in die menschliche Psyche eintauchen. Was geschah wirklich? Wer waren die Menschen hinter diesen mysteriösen Ereignissen? In diesem Blog lade ich euch ein, Fragen zu stellen und die Antworten zu finden, die oft im Dunkeln liegen. Ein weiteres spannendes Kapitel meiner Bloggerlaufbahn findet ihr auf thecastles.org. Hier beginne ich eine zauberhafte Reise durch die Geschichte der Burgen und Schlösser. Haltet inne, während ihr die Geschichten entdeckt, die in den Mauern dieser alten Gemäuer verborgen sind. „Explore the enchantment, discover the history – your journey begins at thecastles.org!“ Diese Worte sind mehr als nur ein Slogan; sie sind eine Einladung an alle, die Geschichte und Magie miteinander verbinden möchten. Lasst euch von den beeindruckenden Erzählungen und der Faszination vergangener Epochen inspirieren! Aber das ist noch lange nicht alles! Auf kripo.org erwartet euch ein umfassendes Onlinemagazin für echte Kriminalfälle. Taucht ein in die Welt des Verbrechens, erfahrt von den realen Geschichten hinter den Schlagzeilen und den Menschen, die sich mit der Aufklärung beschäftigen. Mit criminal.energy entführe ich euch in die packenden Erzählungen wahrer Verbrechen, in denen Bösewichte gejagt, gefasst und verurteilt werden. Die Suche nach Gerechtigkeit und die Konfrontation mit dem Unbekannten stehen im Mittelpunkt. Mit TrueCrime Blog 187.news geht’s in die Abgründe des Verbrechens. Und für all jene, die die Welt bereisen wollen, bietet wanderlust.plus die Möglichkeit, die Welt, ein Abenteuer nach dem anderen, zu erkunden. Hier geht es um die Liebe zur Erkundung und die Freude, neue Kulturen und Landschaften zu entdecken. Schließlich lädt truecrime.ch dazu ein, die dunklen Seiten der Schweiz und Europas zu entdecken: wahre Verbrechen, wahre Geschichten. Lasst uns gemeinsam die Geschichten entdecken, die die Welt um uns herum prägen. Ich freue mich darauf, euch auf dieser aufregenden Reise zu begleiten und hoffe, dass ihr viele unvergessliche Momente mit mir teilen werdet!