Die heißen Quellen der mondänen Kurstadt Baden-Baden

Isabella Müller Baden-Baden @isabella_muenchen

Baden-Baden ist eine mondäne Kurstadt, die im Tal des kleinen Flusses Oos am Fuß des Nordschwarzwaldes liegt und für ihre heißen Quellen, die schon die Römer schätzten, bekannt ist. Diese Thermalquellen nutzte bereits im Jahr 213 n. Chr. der römische Kaiser Marcus Aurelius Antoninus, auch Caracalla genannt, um sein Rheumaleiden zu lindern. Caracalla, der schon Badeanlagen in Rom errichtet hatte, ließ die Badeanlagen bei seinem Aufenthalt in Baden-Baden erweitern. Noch heute zeugen davon die 2000 Jahre alten Römischen Badruinen, die unterhalb des Friedrichsbad im historischen Bäderviertel liegen. Dieses Bäderviertel entstand im letzten Viertel des 19. Jahrhunderts mit aufwändigen Badepalästen. Denn nach dem Glücksspielverbot im Deutschen Reich 1872 besann sich die damalige Glücksspielstadt Baden-Baden, die 12 Thermalquellen besitzt, die am Südhang des Florentinerberges entspringen, auf ihre Badetradition. So wurde 1877 das Friedrichsbad eröffnet, ein luxuriöses römisch-irisches Thermalbad im italienischen Renaissance-Stil mit einer 17 Meter hohen Kuppel sowie Blendebögen auf korinthischen Säulen, das zur damaligen Zeit als das schönste Badehaus Europas galt und dessen Auftrags- und Namensgeber der Großherzog Friedrich I. war. Mit dem Kaiserin-Augusta-Bad, einem reinen Frauenbad, das mit Marmor und Fayencen dekoriert war, erfolgte 1893 das luxuriöse Pendant zum Friedrichsbad. Für die breite Bevölkerungsschicht gab es das Landesbad, in dem sich das heutige Rheumakrankenhaus befindet. Anlässlich der Umgestaltung des Bäderviertels zu einem zeitgemäßen Kurviertel in den 1960er Jahren wurde das Kaiserin-Augusta-Bad, das Fangohaus und das Inhalatorium abgerissen. An der Stelle des Kaiserin-Augusta-Bads wurde ein Kurmittelhaus erbaut, das nach einer Modernisierung von 1983 bis 1985 zu der Caracalla-Therme wurde. Dieses bietet zusammen mit dem Friedrichsbads dank der zwölf Thermalquellen, die aus 2.000 Meter Tiefe täglich 800.000 Liter Wasser, das bis zu 68 °C heiß ist, nach oben sprudeln lassen, Wellness auf höchstem Niveau. Hier wird das Motto sanus per aquam, Gesundheit durch Wasser, perfekt zelebriert und das in einer einzigartigen Kulisse aus meterhohen Palmen und schlanken Zypressen. Das Bäderviertel im Herzen Baden-Badens bietet mit der Caracalla Therme und dem Friedrichsbad wunderbare Badetempel an, die für Entspannung auf ganzer Linie sorgen und die täglich vor Corona von 1.500 Menschen besucht wurden. Zudem kann man im Museum unterhalb des Friedrichsbad die antike römische Badekultur bestaunen oder man entspannt ganz einfach in einem der zahlreichen Cafés und Restaurants. Das Bäderviertel gilt darüber hinaus auch als exquisite Shopping-Adresse mit angesagten und bekannten Mode-, Schmuck- und Lifestylelabels. Ein Besuch des Bäderviertels lohnt sich auf jeden Fall. Euch wünsche ich viel Freude mit meinen Fotos vom herrlichen Bäderviertel in der Bade- und Kulturstadt Baden-Baden. 🙂

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