12 auf einen Streich

Isabella Müller Philippsburg @isabella_muenchen

Die Stadt Philippsburg im Norden des Landkreises Baden-Württemberg wurde Anfang des 17. Jahrhunderts durch den Bischof Philipp von Sötern zu einer Festung angelegt, die immer wieder hart umkämpft wurde. Im Dreißigjährigen Krieg musste sie sich gegen die Schweden und später gegen die Franzosen verteidigen. Auch im Pfälzer Erbfolgekrieg versuchten die Franzosen 1688 die Stadt einzunehmen und im Napoleonischen Krieg im September 1799 standen die französischen Revolutionstruppen vor den Toren der Stadt und bombardierten diese sechs Tage lang bis die Stadt auf Befehl Napoleons in Schutt und Asche lag. Danach wurde sie an derselben Stelle wiederaufgebaut. Von der Belagerung der Franzosen handelt auch ein Gedicht des deutschen Dichters Karl Joseph Simrock. Darin wird die Geschichte eines Rekruten erzählt, der bei seiner Wachablösung davon berichtete, wie ein französischer Soldat sage und schreibe zwölfmal versuchte über die Festungsmauer zu steigen. Bei jedem Versuch habe er auf ihn geschossen, worauf er im Graben landete. Aber immer wieder versuchte dieser über die Mauer zu gelangen, insgesamt zwölfmal. Als sein Kommandant im Graben nachschaute lag jedoch nicht nur ein Soldat im Graben, sondern zwölf. Daraufhin erhielt der tapfere Soldat, der sich erfolgreich gegen die Angreifer zur Wehr gesetzt hatte für jeden Soldaten den vollen Lohn. Das Gedicht erinnert somit an das Schicksal der Belagerung Philippsburgs und macht so ein Stück Stadtgeschichte unvergessen. Euch wünsche ich viel Freude mit meinen Fotos von der Altstadt Philippburgs. 🙂

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