Die Kreaturen des Teufels

Isabella Mueller @isabella_muenchen Bamberg

Das Wahrzeichen des Weltkulturerbe Bamberger Altstadt ist der romanische Dom St. Peter und St. Georg. Um diesen deutschen Kaiserdom rankt eine uralte Sage von den Bamberger Domkröten. Die steinernen Skulpturen vor der Gnadens- und Adamspforte des Doms sollen vom Teufel geschaffene Kreaturen gewesen sein. Denn einst soll ein junger Baumeister, der für den Bau des Peterschors zuständig war, einen Pakt mit dem Teufel eingegangen sein, um noch vor dem alten Baumeister, der den Georgenchor errichtete, fertig zu sein. Darum versprach er dem Teufel seine Seele, wenn dieser ihm helfe, den Peterschors als Erster zu beenden. Fortan schickte der Teufel jede Nacht unheimliche Kreaturen, die halb Kröte, halb Löwe waren, um alle Mauern des Georgenchores einzureißen. Dadurch wurde der Peterschor noch vor dem Georgenchor errichtet. Am Tag der Fertigstellung erschien ein edel gekleideter Mann, der den jungen Baumeister um eine Besichtigung bat. Dieser präsentierte dem Edelmann voller Stolz den Peterschor. Als sie oben an der Brüstung ankamen, gab sich der elegante Herr als der Teufel höchstpersönlich zu erkennen und forderte seinen Lohn für die geleistete Arbeit. Doch dieser wollte dem Teufel seine Seele erst nach seinem Tod geben. Daraufhin lachte der Teufel und stieß ihn von der Brüstung. Sogleich stieg eine große Feuerkugel gen Himmel und der Fremde war plötzlich wie vom Erdboden verschluckt. Kurze Zeit späte wurde der Dom vom Bischof geweiht und die grässlichen Domkröten erstarrten zu Stein. So die Legende von den Domkröten, deren Name von den Stufen des Doms, den sogenannten „Domgreden“ stammt, die sich im Volksmund auf die steinernen Figuren übertrugen. Dir wünsche ich viel Freude mit meinen Fotos vom Bamberger Dom St. Peter und St. Georg. 🙂

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