Urquhart Castle in den schottischen Highlands

Schottland ist das Land der faszinierenden Highlands, der Dudelsäcke und des Whiskys. Neben beeindruckenden Hügellandschaften mit ihren grünen Wiesen und geheimnisvollen Seen besitzt Schottland auch imposante Burgen und Schlösser. Eines der wohl bekanntesten ist die Burgruine Urquhart Castle, das an Schottlands zweitgrößten See Loch Ness liegt. Dieser See erlangte durch sein dort angeblich lebendes Seeungeheuer Nessie weltweite Berühmtheit. Jährlich pilgern eine halbe Million Menschen aus der ganzen Welt nach Inverness ins Tal Great Glen, in der Hoffnung einen Blick auf Nessie zu erhaschen. Den besten Blick auf den wunderschönen See, der 230 Meter tief ist, hat man vom Westufer des Urquhart Castle. Die Burgruine, die sich auf einer Landzunge befindet, die tief in den See hineinragt, hat eine bewegte Geschichte. Einst soll sie an der Stelle, an der bereits der schottische König William the Lion ein Schloss gehabt haben soll, aufgrund ihrer exponierten Lage als uneinnehmbare Festung und zugleich Residenz vom Schwiegersohn Alan Durward des schottischen König Alexander II., der diesem die Region übergeben hatte, zu einer der größten Burgen Schottlands gebaut worden sein. Nach dem Tod von Alan Durchward 1275, ging die Burg in den Besitz der Familie Comyn über. Im Jahr 1296 wurde die Burg von den Engländern erobert und war abwechselnd im englischen und schottischen Besitz bis die Burg 1306 in das Eigentum des schottischen König Robert the Bruce gelangte. Unter dessen Herrschaft wurde sie um ein Torhaus und einen Bergfried erweitert. Sie hielt zahlreichen Angriffen von den „Lord of the Isles“ aus dem MacDonald-Clan stand, wurde dabei aber schwer beschädigt. Im Jahr 1545 verlor die Burg als Verteidigungsanlage an Bedeutung. So wurde der Bergfried unter der Familie Grant, die die Burg von dem schottischen König James IV. erhalten hatten, zu einem Wohnturm umgebaut. Nach dem Exil des katholischen König Jakob II., der im Rahmen der Glorious Revolution vom englischen Thron gestürzt wurde und durch seine Tochter Maria II. und Wilhelm II. von Oranien ersetzt wurde, verließen nach den Jakobitenaufständen 1692 die verbliebenen Soldaten die Burg. Sie sprengten das Torhaus, damit die Burg nicht von den Feinden für militärische Zwecke genutzt werden konnte. Die Burg verfiel zusehends und 1715 brachen Teile des Grant Towers durch einen starken Sturm zusammen. Die Burgruine gehörte im 20. Jahrhundert Caroline Dowager Countess of Seafield und ging nach deren Tod 1913 in den staatlichen Besitz über. Heute ist die Burgruine ein beliebtes Touristenziel, das man über ein Besucherzentrum mit Shop, Café und Museum, das 1994 von dem Historic Scotland geplant und 1998 fertiggestellt wurde, erreicht. Bei einem Spaziergang entlang der Festungsmauern kann man die romantische Burganlage mit ihrer großen Halle, die Grant Tower und den Kerker sowie den Burggraben und die Blide, die große Wurfwaffe aus dem Mittelalter bewundern. Die Burgruine mit atemberaubenden Blick auf den legendären See, war auch für mich ein ganz besonderes Erlebnis, das ich bei strahlendem Sonnenschein genießen durfte. Einziger Wehrmutstropfen war, dass Nessie sich nicht hat blicken lassen. Da Nessie nicht vor meine Linse kam, wünsche ich Euch viel Freude mit meinen Fotos vom Urquhart Castle und Loch Ness.:)

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