Der Pestkönig von Wien

Einer der Helden Wiens während der Großen Pest 1679 war Ferdinand Wilhelm Eusebius Fürst zu Schwarzenberg, der als Pestkönig in die Geschichte einging. In dieser Pestepidemie, die Tausende von Menschen das Leben kostete, gehörte Schwarzenberg der von Kaiser Leopold I. eingesetzte Kommission zur Bekämpfung der Pestepidemie an. Er sorgte nicht nur für die Verlegung der Kranken in die Lazarette, die er trotz hoher Ansteckungsgefahr besuchte, sondern auch für die Bestattung der Toten, der Verhinderung der weiteren Ausbreitung der Seuche und der Aufrechterhaltung der Ordnung. Denn viele Räuber trieben zu dieser Zeit ihr Unwesen und plünderten die leerstehenden Häuser und beklauten die Erkrankten. Schwarzenberg setzte sich dafür ein, dass diese Verbrecher öffentlich an den Pranger gestellt und hingerichtet wurden. Auch steuerte er eigene finanzielle Mittel bei, um die Not der Bevölkerung zu lindern. Auch während der Türkenbelagerung 1683 kümmerte er sich selbstlos um die Versorgung der Bevölkerung. Aufgrund seines unermüdlichen Einsatzes wurde der Sohn des Grafen Johann Adolph von Schwarzenberg und Maria Justina Gräfin von Starhemberg, der von 1677 bis 1683 Mitglied des Reichshofrats war und bereits 1668 das Amt des kaiserlichen Kämmerers inne hatte, von dem Kaiser 1685 zum Obersthofmarschall ernannt. Im Jahr 1688 wurde ihm eine besondere Ehre zuteil, als er in den Orden des Goldenen Vlies für seine außerordentlichen Verdienste für Wien aufgenommen wurde. Im Jahr 1693 wurde er der Obersthofmeister der Kaiserin Eleonore Magdalena Theresia. Verheiratet war Schwarzenberg seit 1674 mit der Gräfin Maria Anna von Sulz mit der er 10 Kinder hatte. Im Alter von 51 Jahren verstarb er am 22. Oktober 1703. Von diesem großen Helden Wiens zeugt bis heute das Palais Schwarzenberg am Neuen Markt im 1. Wiener Gemeindebezirk Innere Stadt, das er 1688 käuflich erwarb und durch den Baumeister Francesco Martinelli umbauen ließ. Euch wünsche ich viel Freude mit meinen Fotos von Wiens Altstadt. 🙂

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