Rinderwahnsinn mitten in München

Isabella Müller München @isabella_muenchen

In der historischen Altstadt München unweit vom Marienplatz entdeckte ich doch tatsächlich eine Herde Rinder, die gemächlich sich am Wasser labten. Doch keine Sorge bei diesem Spektakel handelt es sich um den Rinderbrunnen auf dem gleichnamigen Rindermarkt. Der Rindermarkt ist eines der ältesten Straßenzüge Münchens, der seinen Namen dem Großviehmarkt verdankt, der dort bis ins 19. Jahrhundert abgehalten wurde. An diese Tradition erinnert heute der herrliche Brunnen des Bildhauers und Akademieprofessors Josef Henselmann, den dieser 1964 als terrassierte Brunnenlandschaft aus Tessiner Macchia-Gneis schuf. Auf dem obersten Plateau befinden sich drei Rinder, die das plätschernde Wasser beobachten und von ihrem abseits auf einer Mauer sitzenden Hirten bewacht werden. Damit wird sowohl die historische Funktion als Viehhandelsplatz als auch als Rindertränke thematisiert. Besonders schön ist das asymmetrisch gestaltete Brunnenbecken im Zentrum der Brunnenanlage, das eine natürliche Wasserlache nachahmt. Der Rindermarktbrunnen mit seinen begehbaren Terrassen ist zu einem beliebten Treffpunkt für Einheimische und Touristen geworden, die dort fernab des Großstadttrubels eine kurze Auszeit genießen können. Darüber hinaus ist er ein wunderbares Beispiel für Kunst im öffentlichen Raum. Euch wünsche ich viel Freude mit meinen Fotos davon. 🙂

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