Münsters Kultvolksfest Send als mobiler Pop-up Freizeitpark

Isabella Müller Münster @isabella_muenchen

Bei meinem Besuch der westfälischen Metropole Münster hatte ich das Glück auf dem Hindenburgplatz vor dem barocken Schloss die Send, das dreimal jährlich größte Volksfest im Münsterland, am letzten Abend miterleben zu dürfen. Aufgrund der Corona-Schutzverordnung wurde ein temporärer Freizeitpark, ein sogenannter Pop-up Vergnügungspark, mit 75 Schaustellerbetrieben vom 31. Juli bis 15. August aufgestellt. Gegen 1 Euro Eintrittsgebühr, der die Kosten für die Corona-Maßnahmen decken soll, und mit einem negativen Coronatest, den ich am Eingang vorzeigen musste, stürzte ich mich ins Getümmel und war einfach glücklich endlich wieder den Duft von gebrannten Mandeln und frisch gegrillten Bratwürsten gepaart mit lauten Beats aus den Boxen sowie Kreischen der Besucher der Fahrgeschäfte hautnah erleben zu können. Trotz mobilem Freizeitpark fehlten die Kirmes-Klassiker wie Auto-Scooter, Break-Dance, Geisterbahn, Riesenrad, Kinder-Karusselle und Spielstände nicht. Für das kulinarische Wohl sorgten Imbissbuden mit Naschereien und Grillspezialitäten. Die Stimmung war trotz Corona-Regeln ausgelassen und für kurze Zeit bedeutete die Send für mich ein Stück zur Rückkehr in die Normalität, die vor der Corona-Zeit herrschte, wenn auch mit Mund-Nasen-Schutz. Die Send, dessen Name sich von dem Wort „Synode“ ableitet, gibt es bereits seit dem 9. Jahrhundert und war einst eine Versammlung der Geistlichen, an der sich im 11. Jahrhundert ein Markt anschloss, in dem jeder ohne Auflagen seine Waren anbieten durfte. Dieser Jahrmarkt wurde zum wahren Publikumsmagneten, auf dem ein besonderer Marktfrieden herrschte. Bis heute gehört die Send einfach zu Münster und begeisterte mich auch in eingeschränkter Weise. Dir wünsche ich viel Freude mit meinen Fotos vom mobilen Pop-up Freizeitpark im schönen Münster. 🙂

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