Die Hexe von Blankenberge

Isabella Müller Blankenberge Belgien @isabella_muenchen

Der belgische Küstenort Blankenberge hat nicht nur einen drei Kilometer langen und 350 Meter breiten Sandstrand mit einer herrlichen Strandpromenade, sondern besitzt auch ein wunderschönes Belle Epoque Zentrum. An drei Villen in der Elisabethstraat aus dem Jahr 1894, das zu einem Besucherzentrum umfunktioniert wurde, kann man die „schöne Zeit“ im Art Nouveau-Stil Revue passieren lassen. Auch Naschkatzen und Naschkater kommen in Blankenberge voll auf ihre Kosten, da an nahezu jeder Ecke Schokoladengeschäfte mit feinsten Kreationen aus belgischer Schokolade locken. Das Wahrzeichen Blankenberges in Westflandern an der Nordseeküste ist das Belgium Pier, eine 350 Meter lange Fußgängerbrücke, die ins Meer hineinragt. Erbaut wurde sie 1933 nach einem Entwurf von Jules Soete. Am Ende des Stegs befindet sich ein rundes Gebäude, das Pier, ein Entspannungsort mit verschiedenen Gaststätten, einem Auditorium und Ausstellungsräumen. Nach einer alten Legende soll dort um 1700 eine alte Frau ihre ärmliche Hütte gehabt haben. Die Menschen von Blankenberge hielten diese für eine Hexe und machten, wenn sie tagsüber an der Hütte vorbei gehen mussten, das Kreuzeszeichen, nachts jedoch wagte sich niemand in die Nähe der Hütte. Eines Tages wütete ein schwerer Sturm in Blankenberge, der die Hütte der alten Frau zerstörte und unter Sand samt der alten Hexe begrub. Die Menschen waren erleichtert, dass sie endlich von der Hexe befreit worden waren. Doch als die Fischer die verschüttete Hütte und die Frau bergen wollten, erschien ein kleiner Hund, der fürchterlich bellte. Das Gebell hörte sich wie das Wort „Roes“ an und immer wenn er wieder kam, war er größer geworden. Daraufhin entfernten sich die Fischer von der Hütte und wurden seit dieser Zeit von dem sogenannten Roesschaert geplagt, einer Art teuflischen Wassergeist, der jede Gestalt annehmen konnte und zu gern die Boote der Fischer zum Umkippen brachte. Eines Tages kam ein Einsiedler nach Blankenberge, der versprach die Fischer von dem teuflischen Quälgeist Roesschaert zu befreien, in dem er den Fischern Spitznamen verpasste und diese taufte. Dadurch waren sie vor ihm geschützt. Auch wenn die Menschen nicht mehr an den teuflischen Geist glaubten, so blieb die Tradition erhalten, den Fischern Spitznamen zu geben. Von diesem Brauch zeugt heute noch eine Liste mit Namen der Fischer im Huisje van Majutten Haus, wo sich auch eine Figur an Wand des Roesschaert befindet. Dir wünsche ich viel Freude mit meinen Fotos vom malerischen Küstenort Blankenberge.

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