Die Blume des Lebens

Isabella Müller Marbach @isabella_muenchen

Eine ganz besondere Blume entdeckte ich an der Wendelinskapelle in der schönen Stadt Marbach am Neckar. Die spätgotische Wendelinskapelle mitten in der Fußgängerzone zählt zu einer der Sehenswürdigkeiten der Geburtsstadt des großen deutschen Dichters und Schriftstellers Friedrich Schiller, die 1433 erstmals urkundlich erwähnt wurde. Aufgrund ihres außergewöhnlichen Aussehens mit viereckigen maßwerkverzierten Chorfenstern und freistehenden Gewölberippen im Inneren des Chores, das keine andere Kapelle in Schwaben aufweist, umgibt die Kapelle etwas Mystisches. Die geheimnisvoll anmutende Kapelle wurde 1433 von einem reichen Bürger gestiftet und ist Wendelin, dem Schutzpatron der Hirten geweiht. Im Jahr 1693 fiel sie einem Brand zum Opfer und ihr Dach stürzte ein. Eine grundlegende Renovierung erfolgte 1972, bei der die Kapelle mit einem neuen Dach versehen wurde. Die Kapelle wurde als städtischer Lagerraum und Stadtarchiv bis 1976 genutzt. 1978 erfolgte eine umfassende Restaurierung in dessen Zuge auch eine Umnutzung des Gebäudes zur Buchhandlung und Galerie vorgenommen wurde. Über den Eingang zu diesem einzigartigen Bauwerk wurde 2014 die „Blume des Lebens“ angebracht. Dieses Kunstwerk aus Kupfer und Messing wurde von dem Düsseldorfer Bildhauer Oliver Ritter gestaltet und von einer privaten Kunstsammlerin an die Stadt Marbach als Geschenk übergeben. Das Bronzerelief, das die Blume des Lebens, ein Energiesymbol, das schon vor Jahrtausenden genutzt wurde, darstellt, soll für mehr Energie und Harmonie bei den vorbeilaufenden Passanten in der Fußgängerzone sorgen. Denn beim Betrachten der Blume des Lebens, die aus 19 Kreisen besteht, wird ein Schwingungsmuster erzeugt, dass sich harmonisierend auf unseren Gefühlszustand auswirken soll. Ich empfand das Kunstwerk in Kombination mit der Wendelinskapelle wirklich gelungen, denn so werden Stadtgeschichte und Kunst im öffentlichen Raum auf wundersame Weise miteinander eins. Euch wünsche ich viel Freude mit meinen Fotos davon. 🙂

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