Die Teufelskutsche

Isabella Müller Bruchsal Karlsruhe Stuttgart Heilbronn Baden Württemberg Deutschland @isabella_muenchen

Die Stadt Bruchsal am westlichen Rand des Kraichgaus gelegen besitzt nicht nur die älteste erhaltene fürstbischöfliche Residenz am Oberrhein, sondern jährlich findet dort auch in Ausnahme zu Corona-Zeiten der größte Spargelmarkt Europas statt. Diese beiden Wahrzeichen brachten ihr auch den Beinamen Barock- und Spargelstadt ein und um diese Stadt ranken sich auch zahlreiche Sagen. Eine von ihnen handelt von der sagenhaften Teufelskutsche. Einst spazierte eine junge Frau gegen 19 Uhr auf der Landstraße zwischen Ubstadt und Bruchsal entlang, als plötzlich eine Kutsche ihr am Galgen entgegen kam und anhielt. In der Kutsche saß ein vornehm gekleideter Herr, der sie einlud mit ihr in der Kutsche mitzufahren. Dankend nahm die junge Frau das Angebot an und als sie ihn der Kutsche Platz genommen hatte, ging der Schlag wie von Geisterhand zu. In der Kutsche herrschte eine Totenstille und als die Frau die Füße des Herrn erblickte, lief es ihr eiskalt den Rücken herunter. Denn der feine Herr hatte Bocksfüße, die sie nur aus Erzählungen vom Teufel kannte. Vergebens versuchte sie die Kutschentür zu öffnen. In ihrer puren Verzweiflung holte sie aus ihrer Tasche ihr Gebetsbüchlein und betete ununterbrochen bis die Kutsche an einer Kapelle bei Untergrombach anhielt. Dort öffnete sich schlagartig von selbst die Tür und die junge Frau sprang wie vom Blitz getroffen aus der Kutsche, die unter einem lauten Knall samt Herr und Ross wie vom Erdboden verschwunden war. Die junge Frau begriff, dass sie gerade dem Teufel entkommen war, der Jagd auf ihre Menschenseele gemacht hatte. Und die Moral von der Geschicht: „Fahr nicht bei Fremden mit!“. In diesem Sinne viel Freude mit meinen Fotos der Bruchsaler Altstadt. 🙂

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