Die teuflische Legende

Isabella Mueller Trier @isabella_muenchen

Trier, die schöne Stadt an der Mosel, ist nicht nur die älteste Stadt Deutschlands, sondern sie besitzt auch mit dem Dom St. Peter die älteste Kirche Deutschlands, die zugleich auch das älteste Bauwerk Deutschlands ist. Um diesen Dom rankt die Legende vom Domstein. So soll beim Bau des Trierer Doms, dessen Auftraggeber die römische Kaiserin und Heilige Helena sowie ihr Sohn, der Kaiser Konstantin der Große war, ausgerechnet der Teufel seine Finger im Spiel gehabt haben. Aber warum hilft der Teufel beim Bau einer Kirche mit? Diese Frage ist ganz einfach zu beantworten, denn er wurde durch eine List geschickt vom Architekten des Doms getäuscht. Dieser benötigte aus dem fernen Odenwald vier schwere Säulen. Diese sollte ihm der Teufel beschaffen, indem er ihm erzählte, dass er hier das größte Wirtshaus der Welt baue. Der Teufel war sofort begeistert von dem Bau eines solchen Sündentempels und willigte sofort ein. So schleppte er jede Woche ganz artig eine Säule herbei. Als er jedoch die letzte Säule brachte, weihte gerade der Bischof das Bauwerk als Kirche. Außer sich vor Wut über die listige Täuschung schleuderte er die letzte Säule auf den Dom, die zerbrach und bis heute vor dem Eingang der mächtigen Westfassade liegt. Diese in zwei Hälften gebrochene vier Meter lange schwarz-graue Dioritsäule wiegt 65 Tonnen und wird im Volksmund Domstein genannt. Der Domstein ist so berühmt, dass es von ihm sogar ein Gedicht sowie ein Restaurant mit Weinstube „Zum Domstein“ gibt, das sich unweit vom Dom befindet und leckeres Essen kredenzt wie ich selbst testen durfte. Euch wünsche ich viel Freude mit meinen Fotos der ältesten Bischofskirche Deutschlands, die über 1700 Jahre Geschichte vom 4. Jahrhundert bis zur Gegenwart des 21. Jahrhunderts vereint. 🙂

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