St. Marien: Die erste Osnabrücker Bürgerkirche mit großem Lichterglobus

Isabella Müller Osnabrück @isabella_muenchen

Osnabrück mit seinen rund 160.000 Einwohnern ist die drittgrößte Stadt in Niedersachsen direkt an der Grenze zu Nordrhein-Westfalen, die eine bemerkenswerte Altstadt besitzt, deren Mittelpunkt der Marktplatz ist. Dieser belebte Lieblingsplatz der Osnabrücker wird von bunten Giebelhäusern, dem historischen Rathaus, auf dessen Treppe 1648 der Westfälische Frieden verkündet wurde und das seit 2015 das Europäische Kulturerbe-Siegel trägt, der geschichtsträchtigen Stadtwaage und der prächtigen Marienkirche eingerahmt. Eine erste urkundliche Erwähnung der Kirche fand als Kirche „Unserer lieben Frau“ 1171 statt. Doch archäologische Spuren lassen bereits auf einen romanischen Vorgängerbau aus dem 10. Jahrhundert schließen. Alles begann damit, dass Kaiser Karl der Große 780 einen Bischofssitz an einer Furt des Flusses Hase gegründet hatte. Vis-a-vis dieser Bischofsburg entstand eine eigene Siedlung, in der Handwerker und Kaufleute ansässig wurden. Diese riefen ein Gemeinwesen ins Leben und errichteten ihre eigene Kirche. Damit wurde die St. Marienkirche zur erster Osnabrücker Bürgerkirche. Anno 1543 wurde die gotische Hallenkirche evangelisch. Das heutige Erscheinungsbild der dreischiffigen gotischen Hallenkirche St. Marien mit ihrem hohen Turm, den vier gotischen Fenstern auf beiden Längsseiten auf einem fast quadratischen Raum mit 26 Meter Länge, 25 Meter Breite und 21 Meter Höhe, geht auf das 14. Jahrhundert zurück. Im Zweiten Weltkrieg brannte die Kirche fast völlig aus. Nach ihrem Wiederaufbau erfolgte die letzte große Renovierung in den 1980er und 1990er Jahren. Besonders beeindruckend ist neben dem im Chorgewölbe hängenden Triumphkreuz vom Ende des 13. Jahrhunderts, der Hauptaltar aus Antwerpen, der um 1510 gefertigt wurde, der Abendmahltisch im Hauptschiff von 1995, der Passionszyklus von Albrecht Dürer, die Epitaphien im Chorumgang, das moderne Fenster von Johannes Schreiter, die Maria auf der Mondsichel aus dem Jahr 1520, die auch nach der Reformation 1543 nicht aus der Kirche entfernt wurde und das prunkvolle Brautportal. Eine weitere Besonderheit in der Kirche ist der Lichterglobus, an dem jeder sein Licht mitten in die Welt stellen kann. Das Licht, das in Form einer Kerze käuflich erworben werden kann, kommt der Aktion Brot für die Welt zugute. Die über 300 Jahre alte St. Marienkirche zählt zu den kunsthistorisch bedeutenden Baudenkmälern der Stadt, die zusammen mit dem Rathaus und der Stadtwaage ein herrliches Ensemble auf dem Marktplatz bilden. Dir wünsche ich viel Freude mit meinen Fotos dieser „Offenen Kirche am Markt“ im Herzen Osnabrücks. 🙂


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Herzlich Willkommen auf meiner Reise durch Kreativität und Entdeckung! Mein Name ist Isabella Mueller, und ich lade euch ein, die faszinierenden kreativen Universen zu erkunden, die ich durch meine Blogs erschaffe. Seit 2020 widme ich meine Leidenschaft dem Erzählen fesselnder Geschichten, die mysteriös, historisch und emotional sind. Es ist mein Ziel, nicht nur zu unterhalten, sondern auch zum Nachdenken anzuregen und den Entdeckergeist in jedem von uns zu wecken. Auf isabellas.blog kombiniert sich die Spannung von Kriminalgeschichten mit aufregenden Reisetipps. Stellt euch vor, ihr wandert durch malerische Straßen einer neuen Stadt und ergründet dabei dunkle Geheimnisse, die in den Schatten ihrer Geschichte verborgen liegen. Jedes Stück auf meinem Blog ist so konzipiert, dass es das Herz eines jeden Krimi-Fans höherschlagen lässt und gleichzeitig die Neugier auf unbekannte Orte weckt. Hier seid ihr eingeladen, den Nervenkitzel des Unbekannten und die Schönheit unserer Welt zu erleben – eine perfekte Kombination für alle Abenteuerlustigen! In meinem zweiten Blog, akteq.com, dreht sich alles um wahre, ungelöste Kriminalgeschichten. Unter dem Motto „akteQ: Cold Case Stories“ enthülle ich die unheimlichen und oft tragischen Geschichten hinter ungelösten Fällen. Gemeinsam können wir die Rätsel der Vergangenheit erforschen und tief in die menschliche Psyche eintauchen. Was geschah wirklich? Wer waren die Menschen hinter diesen mysteriösen Ereignissen? In diesem Blog lade ich euch ein, Fragen zu stellen und die Antworten zu finden, die oft im Dunkeln liegen. Ein weiteres spannendes Kapitel meiner Bloggerlaufbahn findet ihr auf thecastles.org. Hier beginne ich eine zauberhafte Reise durch die Geschichte der Burgen und Schlösser. Haltet inne, während ihr die Geschichten entdeckt, die in den Mauern dieser alten Gemäuer verborgen sind. „Explore the enchantment, discover the history – your journey begins at thecastles.org!“ Diese Worte sind mehr als nur ein Slogan; sie sind eine Einladung an alle, die Geschichte und Magie miteinander verbinden möchten. Lasst euch von den beeindruckenden Erzählungen und der Faszination vergangener Epochen inspirieren! Aber das ist noch lange nicht alles! Auf kripo.org erwartet euch ein umfassendes Onlinemagazin für echte Kriminalfälle. Taucht ein in die Welt des Verbrechens, erfahrt von den realen Geschichten hinter den Schlagzeilen und den Menschen, die sich mit der Aufklärung beschäftigen. Mit criminal.energy entführe ich euch in die packenden Erzählungen wahrer Verbrechen, in denen Bösewichte gejagt, gefasst und verurteilt werden. Die Suche nach Gerechtigkeit und die Konfrontation mit dem Unbekannten stehen im Mittelpunkt. Mit TrueCrime Blog 187.news geht’s in die Abgründe des Verbrechens. Und für all jene, die die Welt bereisen wollen, bietet wanderlust.plus die Möglichkeit, die Welt, ein Abenteuer nach dem anderen, zu erkunden. Hier geht es um die Liebe zur Erkundung und die Freude, neue Kulturen und Landschaften zu entdecken. Schließlich lädt truecrime.ch dazu ein, die dunklen Seiten der Schweiz und Europas zu entdecken: wahre Verbrechen, wahre Geschichten. Lasst uns gemeinsam die Geschichten entdecken, die die Welt um uns herum prägen. Ich freue mich darauf, euch auf dieser aufregenden Reise zu begleiten und hoffe, dass ihr viele unvergessliche Momente mit mir teilen werdet!