Der verfluchte Turm Tallinns

Zum Baltikum gehört der Staat Estland, dessen Hauptstadt Tallinn ist, deren Altstadt eines der besterhaltenen Stadtzentren aus der Hansezeit besitzt und zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört. Um diese alte Hansestadt ranken sich zahlreiche Sagen. Eine davon handelt vom Fluch des Turmbaus der Olaikirche. Diese Kirche wurde erstmals 1267 erwähnt und nach dem norwegischen König Olav II. Haraldsson benannt. Der gotischer Turm der Kirche galt zwischen 1549 und 1625 mit seinen staatlichen 159 Metern als höchster Turm der Welt, der errichtet wurde, um den Seeleuten mit ihren Schiffen Orientierung zu bieten sowie Kaufleute in die Hansestadt zu locken. Doch der Bau dieser Kirche war wie verhext und die Kosten explodierten ins Unermessliche. Die Kirche kostete nicht nur viel Geld, sondern auch vielen Baumeistern das Leben. Insgesamt sieben Baumeister sollen beim Bau des Turmes von den hohen Turmmauern gefallen sein und so wurde der Turm lange Zeit nicht fertiggestellt. Doch einem Baumeister, der sogar auf seinen Lohn verzichten wollte, wenn die Stadtväter ähnlich wie im Märchen Rumpelstilzchen seinen Namen erraten würden, glückte der Turmbau. Doch die Freude darüber währte nicht lange, denn als die Stadtväter seinen Namen „Olai“ ihm zu riefen, stürzte er sich vom Turm in den Tod. Der damals höchste Turm der Welt schien verflucht, denn aufgrund seiner Höhe schlug häufig der Blitz ein und so brannte er dreimal komplett aus. Dabei soll sein Feuerschein bis nach Finnland zusehen gewesen sein. Der Turm wurde zwar wieder aufgebaut, doch misst er heute nur noch 124 Meter. Trotzdem zählt er zu den 20 höchsten Kirchtürmen der Welt, der mit seiner Aussichtsplattform einen traumhaften Blick über Tallinn bietet. Euch wünsche ich viel Freude mit meinen Fotos von Tallinns historischer Altstadt und der Olaikirche. 🙂

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